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Ein Anblick, den es künftig in der Fußgängerzone nicht mehr geben wird. Noch steht ein solches kleines Karussell in der Westlichen, und Fabiano freut das.   Foto: Ketterl
Ein Anblick, den es künftig in der Fußgängerzone nicht mehr geben wird. Noch steht ein solches kleines Karussell in der Westlichen, und Fabiano freut das. Foto: Ketterl
Vor der Jugendmusikschule wurden Spielgeräte abgebaut.  Foto: Ketterl
Vor der Jugendmusikschule wurden Spielgeräte abgebaut. Foto: Ketterl
28.09.2016

Ja zur neuen Fußgängerzone, Kritk an fehlenden Spielgeräten

Pforzheim. Im gemeinderätlichen Planungsausschuss hat es eine klare Mehrheit im Ratssaal für die Neugestaltung der Fußgängerzone gegeben. Allerdings gab es Fragen und kritische Stimmen zum ersatzlosen Abbau der Spielpunkte für die jüngsten City-Besucher.

Umfrage

Was wünschen Sie sich von einer neu gestalteten Fußgängerzone in Pforzheim?

Weniger Plakat- und Kleiderständer 2%
Mehr Gastronomie 9%
Mehr Sitzgelegenheiten 5%
Mehr Kinderspielgeräte 5%
Schönes, edles Pflaster 3%
Mehr Grün 17%
Attraktivere Ladengeschäfte 21%
Ist doch alles gut so 5%
Das wird wieder nichts 33%
Stimmen gesamt 1282
Der Planungsausschuss des Gemeinderats hat am Mittwoch mit großer Mehrheit das Gestaltungskonzept für die Fußgängerzone gebilligt – bei neun Ja-Stimmen und einer einzigen Enthaltung. Die stammte vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf Fuhrmann. Neben einer allgemeinen Skepsis – man werde möglicherweise so oder so in fünf, sechs Jahren erneut über die Gestaltung der Fußgängerzone sprechen – monierte er, dass es auf den von der Planung betroffenen 200 Metern der Westlichen Karl-Friedrich-Straße künftig keine Spielgeräte mehr geben werde.

Eine Kritik, der sich Stadträtin Uta Golderer (Bündnis 90/Grüne) als nicht stimmberechtigter Gast des Ausschusses anschloss. Sie und Fuhrmann wiesen auch darauf hin, dass obendrein die Spielgeräte auf dem Platz des 23. Februar vor der Jugendmusikschule abgebaut worden seien und nun vermisst würden. Was die Fußgängerzone angeht, äußerte Fuhrmann Zweifel daran, dass es Eltern mit Kindern in die Stadt ziehe, wenn diese dann nur – wie geplant – auf Geräten im Blumenhof oder hinterm Kaufhof spielen könnten: Entweder befinde sich der Nachwuchs dort außerhalb der elterlichen Blicke oder die Eltern außerhalb der Flaniermeile.

Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler versicherte, das Thema auf der Agenda zu haben. Sie verteidigte die geplante Verteilung der Spielgeräte: Die Fußgängerzone sei zu eng, wolle man doch angesichts der geplanten Möblierung auch noch den Weihnachtsmarkt dort ermöglichen. Sie denke aber daran, einen Teil des künftigen Mobiliars so auszuwählen, dass es für Kinder ebenfalls eine nutzbare Attraktion sei, und stehe in Kontakt mit dem Bündnis für Familie.

Darüber hinaus fand das Konzept, das im Wesentlichen auf eine aufgeräumte und ruhige Gestaltung mit einer herausgehobenen Mittelzone, Licht-Stelen und einem dezenten neuen Pflasterbelag setzt, die Zustimmung des Gremiums. Mehrere Sprecher erinnerten an den Zeitdruck, unter dem die Planung wegen der 90-prozentigen Bezuschussung der rund 2,8 Millionen Euro Umbaukosten durch den Bund entstanden sei. Carsten von Zepelin (CDU) sagte, sie sei nun dennoch auf gutem Weg. Brigitte Römer (FDP) merkte an, dass man einen großen Wunsch des Handels erfülle. Axel Baumbusch (Grüne Liste) appellierte, diesmal die in Pforzheim typischen Probleme mit Pflaster, das nach wenigen Jahren erneuerungsbedürftig sei, zu vermeiden.

Im Frühjahr 2017 soll die konkrete Planung durch den Gemeinderat beschlossen werden, danach die Ausschreibung erfolgen, so dass der Umbau – wie für den Erhalt der Fördermittel unabdingbar – im Jahr 2018 über die Bühne gehen kann. Bereits im Herbst 2017 werden die Stadtwerke vorbereitende Arbeiten starten.

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