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Maschinen vergammeln im C-Bau der Heinrich-Wieland-Schule: Schulleiterin Loralie Kuntner (vorne), Lehrerkollegen sowie Eltern- und Schülervertreter sorgen sich um die Zukunft der größten Berufsschule der Goldstadt. Der C-Bau ist seit vielen Jahren in Teilen eine brachliegende Baustelle. Foto: Ketterl
Maschinen vergammeln im C-Bau der Heinrich-Wieland-Schule: Schulleiterin Loralie Kuntner (vorne), Lehrerkollegen sowie Eltern- und Schülervertreter sorgen sich um die Zukunft der größten Berufsschule der Goldstadt. Der C-Bau ist seit vielen Jahren in Teilen eine brachliegende Baustelle. Foto: Ketterl
16.12.2016

Jahrelanges Warten auf den Umbau der Heinrich-Wieland-Schule

Sie ist die größte Berufsschule der Stadt: 123 Lehrer unterrichten knapp 1900 Schüler in 80 Klassen. Neben den diversen Berufen der Metall- und Elektrotechnik gibt es an der Heinrich-Wieland-Schule auf dem Buckenberg eine Abteilung für berufliche Allgemeinbildung und ein technisches Gymnasium.

Als Schulleiterin Loralie Kuntner, 52, vor zwei Jahren an die Schule kam, da lag der Ankauf des C-Baus durch die Stadt bereits sechs Jahre zurück, erinnert sie sich. Die Elektrotechnik war seinerzeit ins Walmart-Gebäude umgezogen und hatte die Hälfte des C-Baus (ehemals Firma Timex) frei gemacht. Mit über 3000 Quadratmetern beherbergt er ein Drittel der gesamten benötigten Unterrichtsfläche der Schule, ergänzt durch den A-Bau, den B-Bau und den D- Bau (ehemaliges Wallmart-Gebäude). Etwa die Hälfte des C-Baus stehe trotz unzähliger Gespräche mit der Stadt bis heute unsaniert leer, erklärt der Projektverantwortliche an der Schule, Christian Pross. Wohl auch deshalb, weil im Sanierungsfall teurer Brandschutz im Raum stehe. Pross hat ein Konzept zum stückweise Umbau der Werkstatträume erarbeitet, und die Schule hat Rücklagen gebildet.

Wände sind bislang zwar gestrichen, doch Böden nicht ausgetauscht, Anschlüsse nicht verlegt. In den verlassenen Werkstätten gammeln Dreh- und Fräsmaschinen vor sich hin, die die Schule dort aus Platzgründen zwischengelagert hat. Räume, die die Metalltechnik dringend benötige. Denn statt in lichtdurchfluteten Werkstatträumen unterrichtet zu werden, müssen sich angehende Werkzeugmacher aktuell mit Räumen ohne Tageslicht begnügen. Weitere Flüchtlinsklassen können zudem nicht untergebracht werden. Und in Prüfungsphasen müsse man aus Platzgründen ganze Klassen in den Betrieben belassen, sagt German Fux, Abteilungsleiter Berufliche Allgemeinbildung.

„So kann es nicht weitergehen,“ sagt Kuntner. Obwohl sie weiß, dass andere Bildungseinrichtungen ebenfalls bauliche Not leiden, hat sie das Gefühl, von der Stadt im Stich gelassen zu sein. Elternvertreterin und Architektin Sabrina Wetzel ergänzt: Es fehle ein Ausführungskonzept sowie eine Kosten- und Zeitplan. Von der Stadt war keine Stellungnahme zu bekommen.

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