nach oben
Bei der Hauptversammlung von „Menschen in Not“ besprechen sich Thomas Satinsky (Vorsitzender), Simon Walter (Presse), Andrea Sabo (Beirat), Roswitha Wetzel (stellvertretende Kassiererin), Silke Dussling-Mitschke (Kassenprüferin), Susanne Knöller (Vorsitzende, vorne, von links), Werner Flachs (Beirat), Alexander Heilemann (Beirat), Dr. Herbert Müller (Kassenprüfer), Albert Esslinger-Kiefer (Beirat) und Siegmund Brenk (Beirat, hinten, von links). Foto: Ketterl
Bei der Hauptversammlung von „Menschen in Not“ besprechen sich Thomas Satinsky (Vorsitzender), Simon Walter (Presse), Andrea Sabo (Beirat), Roswitha Wetzel (stellvertretende Kassiererin), Silke Dussling-Mitschke (Kassenprüferin), Susanne Knöller (Vorsitzende, vorne, von links), Werner Flachs (Beirat), Alexander Heilemann (Beirat), Dr. Herbert Müller (Kassenprüfer), Albert Esslinger-Kiefer (Beirat) und Siegmund Brenk (Beirat, hinten, von links). Foto: Ketterl
02.03.2018

Jahresabschluss bei PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ fällt durchweg positiv aus

Pforzheim. Es ist ein Jahresabschluss, der zeigt, dass „Menschen in Not“ in Pforzheim und der Region nicht mehr wegzudenken ist. Die PZ-Hilfsaktion half im vergangenen Jahr 1539-mal unverschuldet in Not geratenen Menschen vor Ort. Insgesamt wurden dabei 419.954,54 Euro ausgegeben. Gelder, die die Leser der „Pforzheimer Zeitung“ spenden. Jeder der im Jahr 2017 eingegangenen 510.085,80 Euro hilft Notleidenden, oder unterstützt Projekte für Hilfsbedürftige, direkt. Denn die Verwaltungs- und Personalkosten der Aktion werden von der J. Esslinger GmbH & Co KG getragen.

Bei der Weihnachtsaktion 2017 kamen insgesamt 433.757,51 Euro zusammen. Vier große Projekte wurden damit unterstützt: Mit rund 20.000 Euro erhält die Pforzheimer Tafel die Hälfte der Anschaffungskosten eines neuen Kühlfahrzeugs (siehe: „Die Tafel ist wieder mobil“). Mit 12.000 Euro wird im Kinderzentrum Maulbronn ein Snoezelraum zur Therapie gebaut. Die Diakonie erhält 10.000 Euro, um in Altersarmut lebende Frauen zu unterstützen. Und das Ökumenische Frauenhaus kann ein erlebnispädagogisches Angebot für Kinder mit dem Stadtjugendring verwirklichen.

Die Vorsitzenden von „Menschen in Not“, Thomas Satinsky und Susanne Knöller, freuen sich über die gute Kassensituation, die sie von den Kassenprüfern Silke Dussling-Mitschke und Ex-Sparkassen-Chef Dr. Herbert Müller bescheinigt bekommen. „,Menschen in Not‘ ist angekommen“, sagt Müller. „Die Aktion ist fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert.“ Den Spendern sei klar, dass die Gelder an die richtige Adresse kommen.

Verleger Albert Esslinger-Kiefer, der im Jahr 1995 den Anstoß gab, dass „Menschen in Not“ gegründet wurde, und inzwischen die Aktion als Beiratsmitglied begleitet, sieht die Gewissenhaftigkeit gewährleistet. „Durch die Rückkopplung mit den verschiedenen sozialen Trägern sind wir im gesunden Dialog.“ Er beobachte aber eine wachsende Zahl oft noch junger Frauen, die häufig mehrere Kinder, jedoch weder Partner noch Berufsausbildung haben. „Diese haben ihr Leben sicher anders geplant.“ Doch Fakt sei, dass sie meist, trotz Bezügen, hilfsbedürftig seien. Hier sieht er erhebliche Gefahr, dass sich deren Situation weiter verschlechtere. Bei vielen Anfragen sei schnelle Hilfe nötig, erklärt Susanne Knöller. Oft genüge die Ausgabe eines 25-Euro-Aldi-Gutscheins. Mit diesem dürfen Lebensmittel und Aktionsware, aber keine Zigaretten oder Alkoholika gekauft werden. Diese Gutscheine hat der Verein zur Ausgabe an Organisationen weitergegeben: pro familia, miteinanderleben, die Beratungsstelle des Wichernhauses im Eutinger Tal und die Sozialberatung der Caritas führen Buch über die Ausgabe. Im Jahr 2017 wurden 1106 Gutscheine an Bedürftige gegeben. Diese haben einen Wert von 41 571,61 Euro.

Dann gilt es bei der Hauptversammlung Siegmund Brenk, ehemaliger Prokurist der J. Esslinger GmbH & Co KG und jetzt Ruheständler, zu verabschieden. Er wechselt in den ehrenamtlichen Projektbeirat von „Menschen in Not“. Andrea Sabo, kaufmännische Leiterin der J. Esslinger GmbH & Co KG, übernimmt seinen Part im Beirat. Sie bringt in Absprache mit Werner Flachs, Leiter der IT-Abteilung und Beirats-Mitglied, eine neue Vereinsverwaltungssoftware ein. Dadurch werde „Menschen in Not“ „moderner und fit für die Zukunft gemacht“, sagt Sabo.