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Das Orchester der Jugendmusikschule, dirigiert von Oliver Scherke, stellt im Kulturhaus sein Können unter Beweis.  Frommer
Das Orchester der Jugendmusikschule, dirigiert von Oliver Scherke, stellt im Kulturhaus sein Können unter Beweis. Frommer
05.12.2016

Jahreskonzert der Jugendmusikschule hat erstmals im Kulturhaus Osterfeld stattgefunden

Paukenschläge leiteten das Finale des Jahreskonzerts ein: Dirigiert von Oliver Scherke hat das 30-köpfige Orchester der Jugendmusikschule Pforzheim den 1. Satz von Beethovens Violinkonzert D-Dur, Opus 61 dargeboten.

Nach der vom gesamten Orchester getragenen Vorstellung des Hauptthemas trat Violinistin Marie Charlotte Odenthal mit Anmut und Können immer deutlicher in den musikalischen Mittelpunkt.

Das Publikum im großen Saal des Kulturhauses Osterfeld belohnte den Vortrag mit großem Beifall. Erstmals war das Osterfeld die Bühne des Jahreskonzerts der Jugendmusikschule unter der Leitung von Andreas Michel.

Eröffnet wurde das Konzert, bei dem Musikschüler ihr Talent vor Publikum zeigen durften, von acht Blechbläsern zwischen 9 und 14 Jahren aus der Klasse von Michael Werner.

Einen vierhändigen Vortrag am Klavier bestritten Fabio Pace und Sven Quickert aus der Klasse von Ljiljana Borota mit einer Polka von Schostakowitsch, ehe das siebenköpfige Gitarren-Ensemble unter der Leitung von Hans Peter Wößner auftrat.

Die Gitarristen gefielen vor allem mit dem heiter-beschwingten „Frevo“ des zeitgenössischen Komponisten Celso Machado aus dem brasilianischen Ribeirão Preto. Schwungvoll und beherzt meisterte Xenia Schmal den nächsten von insgesamt acht Klavierbeiträgen: den 1. Satz „Spirituoso“ aus Muzio Clementis Sonate Opus 26. Alle Solisten am Konzertflügel – allen voran Minh Phuc Nguyen mit Heitor Villa-Lobos’ anspruchsvollem „Hampelmann“ – demonstrierten die hohe Leistungsdichte der Klavierklassen von Betina Dieringer, Ljiljana Borota und Petra Joubert. Auch die Beiträge der Gesangsklasse von Johanna Heidrun Plesch, des Saxofontrios um Alexander Schraivogel, der Oboenklasse von Ágnes Bánrévy, der Klarinettenklasse von Jürgen Klotz und der beiden Flötenklassen von Adelheid Bartel und Eduard Fritsche ließen das Publikum aufhorchen. Neben dem finalen Violinkonzert und den Highlights am Piano dürfte auch die erst 1990 entstandene „Kadanza“ des niederländischen Komponisten Willem Wander van Nieuwkerk in Erinnerung bleiben. Hier schaffte es die Blockflötenklasse – Alice Schneider, Julia Glanz, Heidi Renkert und Yara Ahmed – dem komplexen Wechselspiel und dem Klang eines routinierten Panflöten-Ensembles nahe zu kommen.

www.jugendmusikschule-pforzheim.de