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Ein Kamerateam von vielen, das den Haidach in den Fokus nahm – aber mit anderer Vorgehensweise und anderem Ergebnis: Die Kollegen vom ZDF hatten im Juni PZ-Reporter Olaf Lorch-Gerstenmaier (links) als ortskundigen Begleiter dabei. . Foto: Meyer
Ein Kamerateam von vielen, das den Haidach in den Fokus nahm – aber mit anderer Vorgehensweise und anderem Ergebnis: Die Kollegen vom ZDF hatten im Juni PZ-Reporter Olaf Lorch-Gerstenmaier (links) als ortskundigen Begleiter dabei. . Foto: Meyer
25.09.2017

„Je mehr man über sie redet, desto stärker wird die AfD“

Pforzheim. Pfarrer Georg Lichtenberger sieht das starke Abschneiden der AfD im Wahlbezirk Buckenberg von zwei Seiten: Zum einen liege das Ergebnis unter dem der Landtagswahl, als insbesondere der Teilstadtteil Haidach mit über 40 Prozent bundesweit in den Fokus der Berichterstattung geriet und zum fragwürdigen Mekka von Fernsehteams wurde – wegen des Stimmenanteils, den die „Alternative für Deutschland“ im vergangenen Jahr holte.

Andererseits seien die nun erzielten 36,9 Prozent im Wahlbezirk Buckenberg „immer noch erschreckend hoch“. Ein Grund sei sicherlich die negative Berichterstattung über die rechtspopulistische Partei. Lichtenberger: „Je mehr man über sie redet, desto stärker wird sie.“ Die AfD sei auf dem Buckenberg und Haidach „sehr präsent“ gewesen. Spitzenkandidat Waldemar Birkle habe den Haidach „zu seinem Hauptquartier“ gemacht – dabei wohnt Birkle gar nicht auf dem Haidach, sondern in Maihälden.

Nach Auffassung von Sergej Herdt, in Kasachstan geborener, längst in Pforzheim lebender Spätaussiedler und CDU-Mitglied, könnte sich erst bei den nächsten Bundestagswahl das Wahlverhalten im Stadtteil in eine andere Richtung verändern – „wenn zwei der wichtigen Themen, die die Spätaussiedler bewegen, also Rente und Innere Sicherheit, nicht nur als Versprechen im Raum stehen, sondern konkret umgesetzt worden sind“. Beim Thema Innere Sicherheit bewege es sicher viele Menschen, dass die Politik es nicht geschafft habe, bei Personen, die ohne Bleiberecht klare Verhältnisse herzustellen.

Die Entscheidung pro AfD, so die Einschätzung Herdts – wie auch die der Umfragen von ARD und ZDF – sei nicht aus Überzeugung, sondern aus Protest erfolgt. Herdt: „Das Thema ist vielschichtig und betrifft alle Gesellschaftsschichten, was man besonders im Osten gut beobachten kann – dort, wo kaum beziehungsweise keine Spätaussiedler wohnen.“Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Pforzheimer Mädchen
25.09.2017
„Je mehr man über sie redet, desto stärker wird die AfD“

Ja ja der Haidach mal wieder. Immer für ne Geschichte gut. mehr...