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Mit dem Start der Pfingstferien stellte sich auch sonniges Wetter mit sommerlichen Temperaturen ein - und schon wagten sich die ersten Tapferen ins Freibad. © Seibel
An Pfingsten gab es für viele sonnenhungrige Menschen nur eines: Raus ins Grüne. © Seibel
23.05.2010

Jetzt kann der Sommer endlich kommen

Das lange Pfingstwochende ist noch nicht vorbei, aber schon jetzt wird deutlich: Die Sonne ist zurück in der Region, die Menschen können den Frühling erleben und sogar schon vom Sommer träumen. Nach dem langen Winter war dieser Wetterwechsel Ende Mai aber auch längst überfällig.

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"Das hier hat schon die Qualität von Urlaubsfreuden", sagt Architektur-Student Roman Samarezev (24) aus Stuttgart, der an Pfingsten die Goldstadt der Landeshauptstadt vorzieht. "In Pforzheim ist es viel gemütlicher",meint er und macht es sich am Goldstadtstrand bei der Stadtkirche in der Sonnenliege bei einem Glas Hefeweizen gemütlich. Seine Eltern und Freunde wohnen in Pforzheim, so dass es oft auch gemütliche Stunden im Hausgarten an der Max-Planck-Straße gibt, nur am Pfingstsamstag nicht - da habe er im Garten gearbeitet. 

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"Aber am Pfingstsonntag ruhe ich mich aus", so der Student. "Wetter, Wolken, Weizenbier, top location", bestätigt am sonnigen Pingststonntag die gemütliche Atmosphäre auf einer Strandliege hinter dem Parkhotel Sänger Marco Duchac (34) von der Feudenstädter Gruppe "Jesus weed and the dirty seed of hate". 

Zufrieden mit seinen Umsätzen ist auch Patrick Ernst vom Goldstadtstrand, "wobei vor allem am Abend gerne Cocktails getrunkenund unser Churros-Brandteiggebäck mit Schokolade reißenden Absatz findet", sagt er. Am Samstagabend, als das Champions-League-Finale der Bayern gegen Inter Mailand auf Großleinwand übertragen worden sei, habe es keinen freien Platz mehr gegeben. "Nur schade, dass die Bayern verloren haben. Da wurde dann hinterher nicht mehr so ausgelassen gefeiert", bedauert er.

"Mir san mit dem Radl do", sagen Guido Willwerth und Mike Ullmann, die zusammen mit ihren Ehefrauen und den Kindern David (8), Jonas (9) und Silvia (5) eine Radtour von der Pforzheimer Nordstadt bis zum Nagoldbad in Dillweißenstein unternommen haben. "Mama hat frischen Hefekranz zum Picknick für unterwegs gebacken", sprudelt es aus dem achtjährigen David heraus, "aber meine Mutter hatte nur Rewe-Eier dabei", so der neunjährige Jonas . "Dafür bekommt mein Mann dann auf der Rückfahrt nach Pforzheim sein geliebtes Eis - und die ganze Familie profitiert davon. Wir stoppen dann wie immer bei einem Eiscafé", verrät Mutter Simone Willwerth alle Familienkarten. "Das ist dann eine gute Grundlage für das gemeinsame abendliche Grillen im Garten mit Kaninchen-Würstchen und Lachs", so Mike Ullmann. Gut essen, Rad fahren und Spaß haben - das sei die richtige Kombination an Pfingsten.

Ähnlich äußert sich auch Rechtsanwältin Susanne Burkhardt, die im Biergarten am Kupferhammer ein alkoholfreies Bier trinkt und erzählt, dass sie von Ötisheim nach Pforzheim geradelt sei. "Ich verrate jetzt nicht, dass ich auf dem Weg hierher schon zwei Radler im Biergarten des Enzauenparks getrunken habe", sagt sie undlacht. "Ich bin hier mit meiner Lieblingscousine nebenstPartnern und Freunden", sagt sie und prostet in die gemütliche Runde. Radler, Apfelschorle und Hefeweizen vom Fass seien über Pfingsten am meisten getrunken worden, sagt Peter Kanov ("Kufperhammer") und betont, dass man bei diesem Riesen-Anstrum im Biergarten immer einen coolen Kopf bewahren müsse. "Mein Motto lautet: In der Ruhe liegt die Kraft", sagt er.

Ähnlich drückt sich auch Elektriker Kais Torani aus, der zusammen mit 30 Leuten aus fünf Familien auf den Diezelswiesen Fleischspieße grillt. Dieses Naherholungsgebiet der Stadt Pforzheim in Dillweißenstein nutze er schon mehrere Jahre, besonders an Pfingsten, wenn das Wetter schön sei. "Das ist immer ganz gemütlich. Unsere Frauen bereiten verschiedene Salate zu, die wir dann im Grünen genießen", so Torani. An Pfingstmontag seien dann Familienbesuche angesagt.