nach oben
Jugend in Huchenfeld lebt auf Insel der Glückseligkeit.
Jugend in Huchenfeld lebt auf Insel der Glückseligkeit
14.10.2011

Jugend in Huchenfeld lebt auf Insel der Glückseligkeit

PFORZHEIM. „Zumindest was die Situation der Jugend anbelangt, leben die Huchenfelder noch auf einer Insel der Glückseligkeit“, befindet Hartmut Wagner, Leiter des Stadtjugendringes (SJR) in Pforzheim.

Auf der Ortschaftsratssitzung vom vergangenen Donnerstag konnten er und sein Mitarbeiter Axel Baumbusch einen kleinen Einblick in die momentane Ist-Situation des besagten Pforzheimer Stadtteils geben: im Vergleich zu anderen Gebieten haben die weitestgehend intakten sozialen Verhältnisse lange Zeit Ruhe und Ordnung gesorgt, doch mittlerweile hätte die scheinbar heile Fassade erste Risse erhalten. So wäre der Personalmangel immer noch ein akutes Thema: Aufgrund des Fehlens von kommunalen Geldern wäre eine Aufstockung nahezu unmöglich geworden, führt Wagner seine Beschreibungen fort. „Dabei könnten wir zwei bis drei Mitarbeiter mehr überaus gut gebrauchen“, erklärt der SJR-Chef, der von einem finanziellen Defizit von rund 100.000 Euro spricht. Ein positives Merkmal wäre hingegen der Rückgang an Delikten von Gewalt und Verschmutzungen, während die zunehmende Bewaffnung und auch die Mobilität der Jugend ernsthafte Sorgen bereiten würden: „Viele Unruhstifter kommen von außerhalb und tragen somit das Chaos in andere Stadtteile mit hinein“, erzählt Baumbusch. Erst kürzlich hätte ein Fall die Gemüter erregt, in dem es zu Sachbeschädigungen im Huchenfelder Jugendtreff kam: „Obwohl die Täter hinlänglich bekannt sind, war niemand bereit, Genaueres darüber auszusagen“, gibt Baumbusch zu bedenken.