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Preisverleihung im Kinosessel: Lara Henschke (Koki), die Jury-Mitglieder Uli Ganter, Paul Scholten und Alex Bross, Sebastian Hilscher (Koki) und Bernhard Fuchs (Sparkasse Pforzheim Calw, von links). Foto: Jähne
Preisverleihung im Kinosessel: Lara Henschke (Koki), die Jury-Mitglieder Uli Ganter, Paul Scholten und Alex Bross, Sebastian Hilscher (Koki) und Bernhard Fuchs (Sparkasse Pforzheim Calw, von links). Foto: Jähne
16.07.2017

Jugendfilmwettbewerb „Selbstgedrehte 2017“: Déjà-vu-Erlebnisse schaffen es aufs Siegerpodest

Pforzheim. Normalerweise steht die Skulptur „Der Dicke“ am Pforzheimer Leopoldsplatz, hat einen Buckel und schaut etwas griesgrämig drein. Seit Samstagabend ziert die etwa zwölf Zentimeter große Miniaturausgabe die Wohnung von Britt Abrecht. Diese konnte den vierten städtischen Jugendfilmwettbewerb „Selbstgedrehte 2017“ für sich entscheiden und wurde im Kommunalen Kino (Koki) ausgezeichnet.

21 Amateurstreifen waren eingereicht worden – nicht des Themas, allein der Länge waren mit fünf Minuten Grenzen gesetzt. Die Jury, bestehend aus Oliver Lan- gewitz (Filmboard Karlsruhe), Regisseurin Sabine Willmann, Grafiker Ulrich Ganter, Alexander Broß (Tatort Calw), Regisseur Paul Scholten und Winfried Thein (Koki-Programmrat), hatte die besten vier Werke ausgewählt. So siegte die Wettbewerbs-Initiatorin Britt Abrecht mit ihrem Beitrag „Déjà Vu“ vor „Die Fliege“ von Dennis Gleiss sowie der „Szene vor einer Haustür“ von Benedikt Knapp und „Prosopagnosie“ von Vivien Raff. „Bewertet wurde unter anderem nach der Idee, der filmischen Umsetzung, aber auch den schauspielerischen Leistungen“, so Sebastian Hilscher vom Koki. Vor der Preisverleihung hatten Besucher die Möglichkeit, alle 21 Beiträge in Augenschein zu nehmen. Das Schaffensspektrum der Teilnehmer hat allerhand zutage gebracht: Darunter ein Imagefilm für die Goldstadt („Wo ist der Dicke? 1“), Biertrinker-Splatter mit Anti-Alkohol-Botschaft („Ausgetrunken“), Liebesgeständnisse zwischen Tür und Angel („Szene vor einer Haustür“) oder surreale Bildercollagen („Mad World 3.0“ oder „Prosopagnosie“). Auch 2018 sei wieder ein Wettbewerb geplant, lässt Hilscher wissen.