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Ein Tisch voller Ideen: Bettina Haag, Matej Macinga, Jessica Hering, Giulio Dupuy-Urisari und Rebekka Schäfer (von links) wollen die Enz erlebbar machen.
Ein Tisch voller Ideen: Bettina Haag, Matej Macinga, Jessica Hering, Giulio Dupuy-Urisari und Rebekka Schäfer (von links) wollen die Enz erlebbar machen.
27.10.2015

Junge Designer wollen mehr Leben ans Enzufer bringen

Pforzheim. Diese Arbeitsgruppe macht ihrem Namen alle Ehre: In der Aula der Fakultät der Gestaltung diskutieren die Pforzheimer Hochschülerinnen Bettina Haag, Jessica Hering und Rebekka Schäfer angeregt mit Matej Macinga aus Bratislava und Giulio Dupuy-Urisari aus Paris. Sie brüten über Aufnahmen von Lösungen anderer Städte, zeichnen Skizzen und bemalen eine Stellwand, um dann immer wieder vor Ort Anschauungsmaterial zu sammeln. Vor Ort, das ist am nahen Enzufer. Es soll schöner werden.

Seit Sonntag beschäftigen sich rund 30 angehende Designer mit der Frage, wie mehr Leben an den Fluss zu bringen ist. Zum siebten Mal veranstaltet der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) in Kooperation mit der Hochschule einen solchen Workshop internationaler Talente. Dieses Mal im Fokus steht das Herzstück des künftigen Kreativquartiers zwischen der Fakultät für Gestaltung und dem EMMA-Kreativzentrum: die Enz und ihr Ufer. Beide fristen ein Schattendasein. „Sie sind halt da, aber keiner merkt es“, sagt Bettina Haag. Dabei berge dieser Bereich „riesiges Potenzial“. Wie die Nachwuchs-Designer erläutern, lässt ihnen die Konzeptphase viele Freiheiten. Sie müssen aber örtliche Vorgaben wie Natur- und Hochwasserschutz beachten.

Und sie wollen eine Lösung, die zu Pforzheim passt, die also etwa deren Flößer-Vergangenheit aufgreift. Einen Begegnungsort möchten Haag und ihre Mitstreiter schaffen. Veranstaltungen für Kinder, Familien und natürlich für Studenten sollen ermöglicht werden. Zu den konkreten Ideen dieser Gruppe gehört eine schwimmende Plattform, damit Ausflügler nicht nur am, sondern auch auf dem Fluss sitzen können.

Unterschiedlichen Teilbereichen zur Entwicklung des Ufers widmen sich insgesamt sechs Gruppen, von deren Arbeit Cosima Striepe, Professorin für Industrial Design und Leiterin des Workshops, bislang angetan ist.

Skizzen und erste Visualisierungen sind in der Schau „Re-Invent River“ zu sehen, die am Freitag, 30. Oktober, um 17 Uhr eröffnet wird und bis 8. November im EMMA zu bestaunen ist.

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