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So einen Lastwagen, wie der im Hintergrund, haben Harald Stickel (Plan B, links), Katharina Meyer (Q-Prints) und Streetworker Bernd Schön für das Projekt „Tagesjob“ von Spenden gekauft.
So einen Lastwagen, wie der im Hintergrund, haben Harald Stickel (Plan B, links), Katharina Meyer (Q-Prints) und Streetworker Bernd Schön für das Projekt „Tagesjob“ von Spenden gekauft.
16.12.2016

Junge Erwachsene sollen wieder Lebensmut bekommen

Noch hat er seine eigene Wohnung, doch dem 20-Jährigen droht die Einweisung in die Obdachlosensieldung Eutinger Tal: Es habe Beschwerden von seinen Nachbarn gegeben, sagt Andreas. Er bekommt eigentlich Sozialhilfe, hat aber eine Komplettsperrung, weil er Termine nicht eingehalten hat. „Durch den Jobladen habe ich Geld auf die Hand.“ Andreas kommt seit zwei Jahren und in der letzten Zeit jeden Tag, um beim Entrümpeln zu helfen oder beim Abholen von Biomüll.

Für ihn und seinen Freund Dominik, 19, ist das Tagelöhnerprojekt „Jobladen“ überlebenswichtig. Denn dort bekommen beide Geld für Arbeit am Tagesende bar auf die Hand – ohne große Bürokratie. Das Projekt der Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Wiedereingliederung (GBE) war bislang eine gute Möglichkeit für junge Menschen in Krisensituationen, einen Einstieg ins Arbeitsleben zu bekommen und gleichzeitig eine perspektivische Beratung durch einen Streetworker. Wenn es zum Jahresende ausläuft, wird es für die beiden jungen Erwachsenen wahrscheinlich die Möglichkeit geben, in einem neuen Projekt mit dem Namen „Tagesjob“ auf gleiche Weise Geld zu verdienen. Die PZ-Aktion „Menschen in Not“ unterstützt das Vorhaben.

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