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Die Zukunft im Blick: Teilnehmer und Jurymitglieder im Atrium des VolksbankHauses. Seibel
Die Zukunft im Blick: Teilnehmer und Jurymitglieder im Atrium des VolksbankHauses. Seibel
18.03.2016

Junge Ideen für die Wirtschaft von morgen : Schüler zeigen Unternehmersinn bei „Jugend gründet“

Ob Industrialisierung, Erfindung des Verbrennungsmotors oder Industrie 4.0: Wirtschaftlicher Fortschritt geht einher mit Kreativität und innovativen Ideen. Diese Unternehmertugenden stehen auch beim Wettbewerb „Jugend gründet Pforzheim Cup“ im Zentrum, der am Donnerstag im VolksbankHaus zum dritten Mal seinen Höhepunkt erlebte.

„Bei uns wachsen die Ideen von morgen“, sagte Professorin Barbara Burkhardt-Reich bei der Begrüßung. Das von ihr geleitete Steinbeis-Innovationszentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim steht hinter der bundesweiten Aktion „Jugend gründet“, die 2003 auf Anregung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begründet wurde.

Die Initiative richtet sich an Schüler der gymnasialen Oberstufe und an Auszubildende im Alter von 16 bis 21 Jahren. Sie soll Einblicke in die Wirtschaft verschaffen und die Gründerszene in den Vordergrund rücken. Jährlich nehmen bundesweit 4000 Jugendliche teil, dieses Jahr wurden 635 Businesspläne eingereicht.

Eine Idee, vier Minuten Zeit

Die sieben besten Teams aus Pforzheim und dem Enzkreis präsentierten einer Expertenjury ihre Geschäftsideen und virtuellen Unternehmen. Erstmals waren neben Reuchlin-, Hebel- und Kepler-Gymnasium auch Teilnehmer des Berufsschulzentrums Leonberg dabei, das etwas von Schülern aus Heimsheim besucht wird, so Burkhardt-Reich. Sie hatten gerade einmal vier Minuten, um die Juroren zu überzeugen – die Präsentation war ebenso wichtig, wie die Idee. Die Projekte reichten von einer Nagel-Maniküre-Maschine über eine navigierende Schuheinlage bis hin zu einem zusammen-klappbaren Krückstock mit integrierter Aufsteh-Hilfe.

Timo Klittich vom Start-up „xoopoo“, gab Einblicke in in den Unternehmensstart. „Es zählt nicht nur allein die Idee, sondern vor allem die Strategie.“

Aus Sicht der Jury hatten Fabian Hahlgans, Julian Häusler, David Hermann und Steffen Schaber vom Berufsschulzentrum Leonberg die Nase vorn. Für ihre Idee „Richtig tanken“, die Autofahrer durch akustische Signale davor warnen soll, den falschen Treibstoff einzufüllen, erhielten sie den ersten Platz. Aufs Treppchen schafften es außerdem die Zweitplatzierten Jenny Joy Schumann, Julia Dahn und Siska Mann vom Kepler-Gymnasium mit ihrer Idee zur zeitsparenden Maniküre sowie der modifizierte Gehstock von Julia Ngo, Lena Gengenbach, Anne Marie Schütze, Lisa Wick und Mara Söhnle vom Reuchlin-Gymnasium. Doch die Platzierung ist nicht entscheidend, wie etwa Hausherr René Baum, Mitglied des Volksbank-Vorstands, erklärte: „Ich bin überzeugt, dass diese Arbeit Sie für Ihr Leben weiterbringt.“