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Kein Leerstand mehr, aber viel Freiraum: Johannes Mall, Eric Kuhn, Katharina Küster und Lina Pittner (von links) sind bereit für Kunstaktionen.
Kein Leerstand mehr, aber viel Freiraum: Johannes Mall, Eric Kuhn, Katharina Küster und Lina Pittner (von links) sind bereit für Kunstaktionen.
26.11.2015

Junge Kreative legen an der Östlichen 7 los

Pforzheim. In den zurückliegenden Wochen haben sie unter Beweis gestellt, dass sie richtig zupacken und hinlangen können. Nun wollen die Aktiven des Vereins „Leerstand als Freiraum“ (LAF) um Katharina Küster, Lina Pittner, Johannes Mall und Eric Kuhn zeigen, wofür ihr neuer Denk- und Kunstraum steht. Am Mittwoch, 2. Dezember, können Interessierte von 19 Uhr an die umgestalteten Räume des früheren Friseursalons „Cutting Crew“ in der Östlichen 7 gegenüber dem Alten Rathaus erstmals erkunden.

Sie sollten dabei ihre Ohren spitzen. Denn das erste Werk, das vorgestellt wird, ist eine Soundarbeit. Die Züricher Künstler Tanja Baltermia und Christian Büttiker haben die Ehre, die langfristig angelegte Veranstaltungsreihe des Vereins zu eröffnen. „Transmission – ein performativer Spaziergang“ heißt ihre Arbeit, in der Radiowellen eine tragende Rolle spielen.

Besucher werden mit tragbaren Radios durch die Räume wandeln und der „Gentrifizierung eines Gebäudes“ nachspüren. Das schweizerische Duo will die Entwicklung eines Hauses sowie dessen unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten zum Klingen bringen.

Durch die Geräusche des Raumes und die sich kreuzenden Wellen entstehen Klangcollagen und Zwischenräume. Ein eher leiser, im Wortsinn lauschiger Start für das LAF-Projekt. Zunächst gehe es darum, „den ehemals leerstehenden, nun umgenutzten Raum als Freiraum zu begreifen“, erläutert Katharina Küster (24).

Bis 20. Dezember sollen das neue, von der Stadt zur Verfügung gestellte Domizil und die Sound-Installation donnerstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr zu erkunden sein.

„To be defined“: Der Titel der zweiten Veranstaltungsreihe, die bis ins Frühjahr dauert, drückt aus, dass hier junge Kreative auf der Suche sind nach Definitionen für die Stadt, deren Probleme und Möglichkeiten. Anfang Januar folgt eine Foto-Ausstellung. Performances und weitere Denkanstöße sind geplant. Internationale Künstler haben sich um eine Teilnahme an LAF-Veranstaltungen beworben. Beim dritten Teil soll dann zu einem späteren Zeitpunkt die Belebung städtischer Räume im Fokus stehen.

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