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Zur Begrüßung angetreten: Alexander Jeck (Gemeindediakon Haidach), Dekanin Christiane Quinke, Pfarrerin Marina von Ameln, Pfarrer Alexander Kunick (Gemeinde Haidach), Jochen Gropp (Vorsitzender des Ältestenkreises Haidach) und Stefan Scheck (Vorsitzender des Ältestenkreises Buckenberg). Foto: Frommer
Zur Begrüßung angetreten: Alexander Jeck (Gemeindediakon Haidach), Dekanin Christiane Quinke, Pfarrerin Marina von Ameln, Pfarrer Alexander Kunick (Gemeinde Haidach), Jochen Gropp (Vorsitzender des Ältestenkreises Haidach) und Stefan Scheck (Vorsitzender des Ältestenkreises Buckenberg). Foto: Frommer
12.03.2018

Junge Pfarrerin: Marina von Ameln übernimmt auf dem Buckenberg ihre erste Gemeinde

Pforzheim. Ein musikalisch vielfältig umrahmter Festgottesdienst zur Begrüßung: Dekanin Christine Quincke führte Marina von Ameln (33), die neue Pfarrerin der Buckenberggemeinde, am Sonntagnachmittag offiziell in ihr Amt ein.

Die Dekanin verlas hierzu die vom evangelischen Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh unterzeichnete Urkunde und begrüßte die junge Pfarrerin, die ihren Probedienst in Walldorf absolviert hat, mit den Worten: „Ich freue mich, dass Sie da sind. Lassen Sie den Geist wehen, der Ihnen gegeben ist, den Geist der drei Worte“. Sie bezog sich hierbei auf die zuvor beschriebene Veränderungskraft von kurzen, prägnanten Sätzen mit nur drei Worten wie beispielsweise: „Ich wurde gewählt“. Drei Worte, so Dekanin Quincke weiter, genügen um „einen Mix an Gefühlen auszulösen. „Ich bin schwanger“, beispielsweise oder „Sie ist da“. Auch die Merkel-Worte „Wir schaffen das“ ließ sie in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt. Und den von Marina von Ameln gewählten (und im Gemeindebuch veröffentlichten) Ordinationsspruch verdichtete Christiane Quincke auf: „Zwei Mal drei Worte: Keine Furcht, sondern Kraft, Liebe, Besonnenheit!“.

Ken Follett als Lieblingsautor

Von einer herkömmlichen Vorstellung der aus Düren im Rheinland stammenden neuen Pfarrerin sah Christiane Quincke ab, da sie sich im Gemeindebuch bereits ganz gut selbst beschrieben habe. Dort nannte Marina von Ameln beispielsweise Ken Follett als den von ihr bevorzugten Autor und den im KZ Flossenburg ermordeten Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) als ihren Lieblingstheologen. Studiert hat Marina von Ameln 2004 bis 2011 in Wuppertal, Heidelberg und Buenos Aires. Auch ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) führte von Ameln nach Südamerika, nach Sucre in Bolivien.

„Des Wortes mächtig“

Die Buckenberggemeinde darf sich also auf eine mehrsprachige junge Pfarrerin freuen, die längst über den häufig zitierten „Tellerrand“ geblickt hat und die, so Quincke „des Wortes mächtig“ ist. Im Rahmen ihrer feierlichen Begrüßung in der Buckenbergkirche sprach neben Quincke auch der Vorsitzende des Ältestenkreises Stefan Scheck. Der Bläserkreis Buckenberg-Haidach unter Leitung von Kornelius Kremser spielte und begleitete und der sechsköpfige Kinderchor unter Leitung der Organistin Marie-Kristin Schäfer-Fichtner gab ein Lied zum Besten. Im Anschluss lud die Gemeinde zu einem kleinen Empfang ins Gemeindehaus ein.