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11.12.2015

Jungräte fordern Ethik- statt Islamunterricht

Ethikunterricht an Grundschulen – dafür setzt sich der Jugendgemeinderat ein. Das Gremium will die Stadtverwaltung damit beauftragen, diesen Vorschlag dem Land zu unterbreiten. Doch damit nicht genug: In einem zweiten Antrag – gestellt von Esad Esmer („Lasst uns ein Zeichen setzen!“) – stimmten die Ratsmitglieder dafür, dem Land nahezulegen, den evangelischen und katholischen Religionsunterricht gleich ganz abzuschaffen und stattdessen einen konfessions- und klassenübergreifenden Ethikunterricht einzuführen. Der Antrag ging bei drei Ja-Stimmen durch – wenngleich der Religionsunterricht in der Verfassung verankert ist.

Eigentlich sollte es bei diesem Tagesordnungspunkt um die Einführung des Islam-Unterrichts an Insel-Grundschule und Schanzschule gehen. Dies ging aber ziemlich unter. Neben einer kurzen Abstimmung, bei der die Räte mehrheitlich dafür stimmten, widmete man sich nur am Rande dem Thema. Etwa, als Esmer fragte: „Nach welchen Kriterien werden die Lehrer ausgewählt? Fliegt man die aus dem Nahen Osten ein?“

Mittagessen an den Schulen

Im kommenden Frühjahr wird die Belieferung des Großteils der Schulkantinen neu ausgeschrieben. Dabei soll ein Mittagessen pro Woche in Bioqualität als Anforderung mit aufgenommen werden, berichtete Frithjof Bergleiter vom Amt für Bildung und Sport. Dies soll durch vegetarische Gerichte ohne Kostensteigerung möglich sein. Den Anstoß gegeben hatte ein Antrag der Grünen Liste-Gemeinderatsfraktion, den Anteil an biologischen Lebensmitteln im Schulessen auf 25 Prozent zu erhöhen. Mit Blick auf die immer längeren Schulzeiten sprachen sich die Jugendgemeinderäte dafür aus, das Augenmerk zuerst auf den Ausbau der schulischen Kantinenlandschaft und erst in einem nächsten Schritt auf Bioqualität zu legen.