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Halten die Bände der Buchreihe zur KF in Händen (von links): Ria Flatt (Quartiersrat), Baudezernentin Sibylle Schüssler, Fotograf Winfried Reinhardt, Autorin Jeanne Lutz, Marion Eberle („Atrium“), Katja Wengert (Stadtteilzentrum), Martin Eisenhauer, Lea-Sophie Gräter (beide Planungsamt), Corinna Burkhardt (Werbeagentur Regelmann, Layout), Quartiersmanager Axel Baumbusch und Reinhard Maier, Leiter der städtischen Sanierungsstelle, am Quartiersplatz. Foto: Moritz

„KF – Raum für Begegnungen“: Neues Buch über ein Quartier, das nach und nach aufblüht

Pforzheim. Die Kaiser-Friedrich-Straße ist viel mehr als nur ein Straßenzug. Elf Jahre lang ist das Quartier entlang der Enz nach und nach aufgeblüht. Wie lebendig sich das Sanierungsgebiet heute präsentiert, zeigt das eben erschienene Buch „KF – Raum für Begegnungen“.

Es ist der vierte Band der Reihe, die die Entwicklung in der Weststadt dokumentiert, und bildet damit laut Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler zugleich „einen wunderbaren Abschluss“ für die Umgestaltung.

„Das Buch zeigt auf, wie eine Identität eines ganzen Stadtteils entstanden ist“, so die Dezernentin bei der Präsentation im Stadtteilzentrum KF 102. So sind es neben einer Gesamtschau über das Projekt und den Einrichtungen vor allem die Bewohner, die im Mittelpunkt des Druckwerks stehen. Auf einfühlsame Weise nimmt die Autorin und PZ-Redakteurin Jeanne Lutz die Leser mit zu ihren Begegnungen vor Ort. Mit dem Fotografen Winfried Reinhard blickt der Leser hinter die aufgehübschten Fassaden.

„Ein Beweis für eine gelebte Gemeinschaft und Freude an der Nachbarschaft“, bringt es Marion Eberle auf den Punkt, Hausleitung des Seniorenheims „Atrium“ und eine der Porträtierten im Buch.

Das Sanierungsgebiet hat in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter. „Hier wurde nicht gebruddelt, sondern nach vorne geschaut“, lobt Axel Baumbusch, gemeinsam mit Katja Wengert zuständig für das Quartiersmanagement. „Die Menschen hier haben nicht das Schlechte gesehen, sondern das, was man erreichen kann – und daran gearbeitet, dass es besser wird.“ Etwas, das sich der Grüne Liste-Stadtrat für die gesamte Stadt wünscht. Von einem Modellquartier spricht auch Reinhard Maier, Leiter der städtischen Sanierungsstelle. „Wir haben elf Jahre lang versucht, jeden Quadratmeter besser zu machen als vorher.“ Neben zehn Millionen Euro städtischer Mittel für die Neugestaltung von Straßen und Plätzen seien von privater Seite mehr als 25 Millionen an im Rahmen von Fördermaßnahmen geflossen. Ein Konzept, das sich auf andere Stadtteile übertragen lasse, wie Schüssler findet – etwa auf das künftige Sanierungsgebiet Nordstadt. „Es braucht aber immer die Menschen dazu“, betont sie.

Damit sich das Ergebnis verstetigt, bleiben das über die Jahre gewachsene Stadtteilzentrum samt breitgefächertem Angebot sowie der Quartiersrat bestehen, wenn auch nicht mehr in dem Umfang unterstützt von der Stadt. Jetzt wird erst einmal gefeiert: Das vierte Kulturfest KF bildet am Samstag, 6. Juli, zugleich das Abschlussfest des Sanierungsgebiets.

Wer Interesse am vierten Band zur KF hat, schickt eine E-Mail an sanierungsstelle@pforzheim.de