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Neuer Leerstand gleich neben ihrem „Platzhirsch“: Wibke Eberlein ist unter den Einzelhändlern, die die aktuelle Lage in der City kritisch sehen.
Neuer Leerstand gleich neben ihrem „Platzhirsch“: Wibke Eberlein ist unter den Einzelhändlern, die die aktuelle Lage in der City kritisch sehen.
10.02.2016

Käufer abgeschreckt: Händler am Sedanplatz beklagen finstere Gestalten

Pforzheim. Licht und Schatten prägen derzeit die Pforzheimer Innenstadt. Die PZ hat über die aufblühende Dillsteiner Straße berichtet, aber auch über die zunehmenden Leerstände, etwa in der Leopoldstraße oder am Rand des Marktplatzes. Nun rücken einzelne Einzelhändler am Sedanplatz eine Beobachtung in den Fokus, die ihnen Sorgen bereitet.

Finstere Gestalten vor der Ladentür schreckten Kunden ab. Und das im ohnehin weniger umsatzträchtigen Winter, in dem sie sich mehr Anreize für den Citybummel wünschten.

Der Eispavillon an der Rossbrücke ist verwaist und abgesperrt. Wo sonst bis in den Abend Bummler entspannen, kommt es nun offenbar zu unschönen Anblicken. „In Gruppen lungern sie rum“, berichtet Dirndl-Designerin Wibke Eberlein, „Betrunkene, die krakeelen und mit Bierflaschen werfen.“ In Geschäften in der Nachbarschaft bäten Angestellte, nicht bis zur Dämmerung arbeiten zu müssen. Auch in Eberleins „Platzhirsch“ sei jüngst wieder ein Kunde zurückgekehrt, weil er sich nicht an solch einer Clique vorbeigetraut habe. „Die Leute haben Angst“, sagt Eberlein. Seit Jahresbeginn schließt sie um 17 Uhr – weil sie sich trotz des griffbereiten Pfeffersprays nicht sicher fühlt. Über Nacht habe gleich nebenan ein Modeladen zugemacht. „Das alles hier hält die Kundschaft ab.“

„Der Polizei ist von den beschriebenen Umtrieben nichts bekannt. Es habe bislang weder Beschwerden gegeben, noch sei Kollegen bei Streifenfahrten Entsprechendes aufgefallen, sagt Ralf Minet, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news

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