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Noch bieten grauer Stamm und graue Äste der Platane an der Fußgängerzone einen tristen Anblick, doch nach einem Rückschnitt soll auch sie bald wieder grüne Blätter austreiben. Foto: Frei 

Kahle Platane am Eingang zur Pforzheimer Fußgängerzone: Schon mehrfach dem Tod von der Schippe gesprungen

Pforzheim. Fast scheinen es Zeigefinger Gottes zu sein, die sich da zum Himmel recken. Sollen kahle Äste darauf verweisen, wie vergänglich unsere Natur ist? Oder wird gar die Motorsäge angesetzt, hier ein freundlicheres Entree zu schaffen? Mitnichten, verlautet dazu aus dem Rathaus. Die Platane am Eingang zur Fußgängerzone soll nicht gefällt werden. Im Gegenteil, sie werde sich nach ihrem Rückschnitt wieder schnell erholen und eine neue Krone ausbilden. Vor dem nächsten Weihnachtsmarkt könne dann auch wieder die Lichterkette angebracht werden.

Schon 2006 ein Thema

Im Herbst 2006 war die Platane bereits dem Tod geweiht. Der Einzelhandelsverband hatte geklagt, dass der Blick in die Fußgängerzone behindert werde, zudem wuchs der Stamm so nahe am Gebäue der damaligen Dresdner Bank, dass er sich zur Seite neigte.

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Als die Stadtverwaltung für ein Fällen des Baumes plädierte, kam das Thema in den Planungs- und Umweltausschuss. Während sich die CDU-Stadträte dem Wunsch der Verwaltung anschlossen, stieß dies bei den übrigen Fraktionen auf keine Gegenliebe. Selbst der Pforzheimer Naturschutzbeauftragte und SPD-Stadtrat, Manfred Thiemes, sprach sich für den Erhalt der Platane aus. Dabei war er keineswegs ein Freund dieser Baumart, die sich zwar als robust gegenüber Umweltverschmutzungen erwiesen hat, aber von Kleinlebewesen gemieden wird. „Sie steht schon so lange, daher soll sie dort auch bleiben“, lautete sein Kommentar zur Zukunft der Platane, die durch Mehrheitsbeschluss des Gremiums so nochmals „dem Tod von der Schippe sprang“.

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