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Kaltluftsäule im Kamin statt Gasleck - die Feuerwehr Pforzheim musste an die Dillsteiner Straße ausrücken, weil zu viel kalte Luft in einem Kam in die Abgase eines Ofens nach unten und über andere Öfen in Wohnungen drückte.
Kaltluftsäule im Kamin statt Gasleck - die Feuerwehr Pforzheim musste an die Dillsteiner Straße ausrücken, weil zu viel kalte Luft in einem Kam in die Abgase eines Ofens nach unten und über andere Öfen in Wohnungen drückte.
05.11.2015

Kaltluftsäule im Kamin drückt Ofenabgase in Wohnungen

Pforzheim. Gasalarm um 13.56 Uhr bei der Feuerwehr Pforzheim. Mit elf Mann und vier Fahrzeugen eilte die Berufsfeuerwehrleute an die Dillsteiner Straße 14. Sie fanden eine verrauchte Wohnung im zweiten Obergeschoss vor, in der der Rauchmelder ausgelöst hatte. Vorsichtshalber wurden die Gaszufuhr abgestellt und mehrere Wohnungen durchlüftet. Am Ende entdeckte ein herbeigerufener Schornsteinfeger die Ursache für die starke Verrauchung.

Wie der Kaminkehrer feststellte, hatte eine Kaltluftsäule im ausgekühlten Kamin die nicht sehr heißen Abgase eines auf niederer Stufe brennenden Ofens aus dem ersten Obergeschoss nach unten gedrückt, weshalb sich der Rauch einen anderen Abzug suchen musste. Und den fanden die Abgase über die Öfen der darüber liegenden Wohnungen. Da dort Wohnungen leer standen, in denen nicht geheizt wurde, konnte sich die Kaltluftsäule im Kamin entwickeln.

Für die Feuerwehr blieben dann nach dem vermuteten Gasalarm nur noch Durchlüftungsarbeiten übrig, um die Räume wieder bewohnbar zu machen. Abhilfe schaffen, so der Einsatzleiter der Feuerwehr, könnte ein moderates Beheizen der unbewohnten Räume. Dann könnte sich keine Kaltluftsäule mehr entwickeln.