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Der Jubel ist groß: 250 Jungmeister aus Pforzheim und dem Enzkreis bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Karlsruhe im CCP. Tilo Keller
Der Jubel ist groß: 250 Jungmeister aus Pforzheim und dem Enzkreis bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Karlsruhe im CCP. Tilo Keller
27.11.2016

Kammer ehrt im CongressCentrum die frischgebackenen Meister

Unter dem Motto „Ab in die Zukunft“ hat die Handwerkskammer Karlsruhe im Pforzheimer CongressCentrum die frisch gebackenen Meister gefeiert. In Anlehnung an einen Kinohit stieg Moderator Markus Brock auf der Bühne aus einem DeLorean, dem Auto mit Zeitmaschine aus dem Film „Zurück in die Zukunft“.

„Ich komme direkt aus der Zukunft“, sagte Brock. „Handwerker brauchen sich keine Gedanken zu machen, sie werden wir auch in Zukunft brauchen.“ Das Motto des Abends ließ auch Joachim Wohlfeil, der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, anklingen. „Dieser Tag gehört Euch – die Zukunft übrigens auch“, begrüßte er mehr als 250 Jungmeister und Jungmeisterinnen, die an diesem Abend ihre Meisterbriefe in Empfang nehmen konnten. Insgesamt 297 Handwerker aus 17 Handwerksberufen haben in diesem Jahr ihre Meisterprüfungen bestanden. „Die Meisterfeier steht für die Zukunft unseres Wirtschaftsbereichs, weil sie nun ihre Ideen und ihre Vorstellungen im Handwerk verwirklichen können und ihr Wissen und Können zur Anwendung bringen“, hob Wohlfeil hervor. Er unterstrich den hohen Wert des Dualen Systems der Berufsausbildung in Deutschland. Gleichzeitig kritisierte er die Akademikergläubigkeit vieler Eltern, für die deren Kinder bezahlen müssten, wenn die „Bachelor-Träume“ zerplatzten.

„Die Abbrecherquote an den Hochschulen spricht Bände“, stellte er fest. Er plädierte dafür, dass alle Schüler frühzeitig und gezielt die Berufs- und Arbeitswelt kennenlernen sollten. „Die duale Ausbildung mit der Spitzenqualifikation zum Meister ist der berufliche und gesellschaftliche Aufstieg“, hob er hervor. „Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand unseres Landes auch künftig sichern wollen, dann brauchen wir Unternehmer. Dann brauchen wir die Bereitschaft zu Risiko, zu Kreativität und Innovation“, führte Wohlfeil aus. „Seien sie mutig. Menschen, die etwas unternehmen, sind gefragt“, forderte er die Jungmeister auf und wünschte ihnen viel Erfolg auf dem weiteren Karriereweg.

Zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer Gert Lutz überreichte er den Meistern der verschiedenen Berufsgruppen ihre Meisterbriefe. Die am stärksten vertretenen Handwerker waren Kraftfahrzeugtechniker mit 62 Jungmeistern, gefolgt von 42 Elektrotechnikern und 21 Karosserie- und Fahrzeugbauern. Unter den Jungmeistern waren nur 36 Frauen. Sie waren aber nicht nur in den eher für Frauen typischen Berufen erfolgreich, sondern setzen sich auch in typisch männlichen Berufen durch, wie Karosserie- und Fahrzeugbauerin Meike Illges, die in ihrem Handwerk als Jahrgangsbeste abschloss.

Die Meisterfeier wurde durch Christoph Rummel aufgelockert, der die Gäste mit Lichtjonglage und Lightpainting begeisterte. Zum Schluss standen die neuen Meister im Mittelpunkt, die beim Foto mit Glitterregen schon mal einen goldenen Ausblick in die Zukunft genießen konnten.