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Mit Spielautomaten kann eine Gemeinde Geld verdienen. Doch für die Bürger kann die Spielsucht der Ruin bedeuten.
Mit Spielautomaten kann eine Gemeinde Geld verdienen. Doch für die Bürger kann die Spielsucht der Ruin bedeuten. © dpa
15.09.2010

Kampf gegen Spielhallen mit höherer Besteuerung

PFORZHEIM/MENGEN. Dass es beim Vorgehen der Stadtverwaltungen gegen Spielhallen auch anders gehen kann als in Pforzheim, zeigt unter anderem das Beispiel Mengen. Die 10.000-Einwohner-Stadt im Donautal verzichtet lieber auf eine viertel Million Euro pro Jahr aus Steuern auf Einspielergebnisse von Glücksspielautomaten, als den Kampf gegen Spielhallen aufzugeben. Der Gemeinderat erhöhte die Vergnügungssteuer erst auf 20, dann auf 25 Prozent.

Das ist die höchste Gebühr in Deutschland. Mengen hat auch pro-Kopf-mäßig die höchste Spielhallen-Dichte.

Pforzheim mit seinen 561 Daddel-Automaten in 53 Spielhallen rangiert in der Zwölf-Prozent-Besteuerung hinter Städten wie Heidelberg, Mannheim, Stuttgart oder Konstanz. Die Kämmerei profitiert von den Einnahmen nicht schlecht: Man hat 1,4 Millionen Euro im Haushalt einkalkuliert. ol