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Günther Freisleben stand der PZ mehrfach bei Interviews Rede und Antwort. Foto: Seibel/Archiv
Günther Freisleben stand der PZ mehrfach bei Interviews Rede und Antwort. Foto: Seibel/Archiv
05.12.2017

Karlsruher Polizeichef geht auf Nahost-Mission

Pforzheim/Karlsruhe. Günther Freisleben hat Erfahrung, was Auslandseinsätze betrifft: Der Heilbronner Franke, der im Januar 61 Jahre alt wird, seit 2014 Chef des Polizeipräsidiums Karlsruhe ist – zu dem (noch) Pforzheim, der Enzkreis sowie der Kreis Calw gehören – und bis zum 31. August 2018 verlängert hat, war bereits zweimal auf dem Balkan. 2004 wurde er zum Grenzschutzpräsidium West abgeordnet (da war er Leiter der Außenstelle Wertheim der Akademie der Polizei Baden-Württemberg), um als Leitender Berater der European Union Police Mission an der EU-Polizeimission in Bosnien-Herzegowina teilnehmen zu können. Ab 2012 war Freisleben als Deputy Head Executive Division Teil der internationalen Polizeimission in Kosovo.

Nun also nach PZ-Informationen Rafah – der Grenzposten zwischen dem Gazastreifen und Ägypten, einer der „Hot Spots“ im Nahen Osten, 2005 von der Europäischen Union als European Union Border Assistance Mission (EUBAM) eingerichtet, um nach dem israelisch-palästinensischen Grenzabkommen nach dem Rückzug der Israelis die lokalen Kräfte zu unterstützen. Zwei Jahre später wurde Mission vorläufig eingestellt, aber nach dem Versöhnungsabkommen zwischen Hamas und Fatah Mitte November wieder reaktiviert. Und da scheint ein Auslands-Haudegen wie Freisleben gerade rechtzukommen, ist aus Polizeikreisen zu hören. Freisleben selbst möchte sich auf PZ-Anfrage nicht äußern – noch sei nichts entschieden. Doch das dürfte reine Formsache sein, denn die Weichen sind zum Teil schon gestellt: Sein Stellvertreter Franz Semling hat de facto die Amtsgeschäfte übernommen, Freisleben selbst wird – für viele überraschend – bereits am Freitag im Beisein des Musik-Korps der Polizei verabschiedet. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.