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Der Trick mit der ADAC-Mitgliedskarte ist der Polizei neu.  Foto: Meyer
Der Trick mit der ADAC-Mitgliedskarte ist der Polizei neu. Foto: Meyer
06.11.2017

Karte gezückt – Geld weg: Neuer Trick bringt Hilfsbereite um den Inhalt ihres Geldbeutels

Pforzheim. Die Masche ist zumindest im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe (zu dem – noch – Pforzheim, der Enzkreis und der Kreis Calw gehören) neu, hat aber das Zeug, in den Betrugsdezernaten der Kriminalpolizei aufgenommen zu werden fürs Lehrbuch. Beziehungsweise ins Manuskript der Kollegen, die landauf, landab bei einer Vielzahl von Veranstaltungen Aufklärungsarbeit leisten.

Eine Frau, hilfsbereit und ohne Argwohn, bremst ihr Auto in der Pforzheimer Südstadt bis zum Stillstand ab, nachdem sie am Straßenrand einen Mann gesehen hat, der „völlig durch den Wind schien“, wie sie erzählt. Offensichtlich hat er ein Problem mit seinem Auto, zumindest sagt er das. Und er fügt hinzu, dass er Mitglied im ADAC sei und die Pannenhilfe rufen wolle – allein: Er habe die Mitgliedskarte nicht dabei, auf der die Festnetz- und Mobil-Pannenhilfenummer notiert ist.

Kerstin K. (Name geändert) kann helfen – sie ist ADAC-Mitglied, hat ihre Karte dabei, zückt das Portemonnaie, in der das Versicherungs-Plastik steckt, zieht die Karte heraus, dreht sie um und liest die Telefonnummern ab. Der Mann nähert sich Kerstin K. – und ihrer Brieftasche.

Der Unbekannte bedankt sich, die Pforzheimerin fährt weiter – und stellt erst zu Hause fest, dass aus dem Fach hinter den Karten-Schlitzen Geldscheine fehlen. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.