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Vikar Peter Bretl (links) überreicht Dekan Bernhard Ihle ein von Mitarbeitern gestaltetes Erinnerungsalbum. Constantin
Vikar Peter Bretl (links) überreicht Dekan Bernhard Ihle ein von Mitarbeitern gestaltetes Erinnerungsalbum. Constantin
05.06.2017

Katholiken feiern mit Bernhard Ihle feierlich ein Doppeljubiläum

Sein 40-jähriges Priesterjubiläum und das 15-jährige Wirken als Kopf des Dekanats Pforzheim waren für Pfarrer Bernhard Ihle und die Pforzheimer Katholiken gute Gründe, diesen Anlass bei einem festlich gestalteten Gottesdienst am Pfingstsonntag im voll besetzten Gotteshaus der Franziskuskirche zu begehen.

Der Pfarrer der Gemeinden St. Franziskus und Herz Jesu mit über 12 000 Gläubigen ging dabei auch auf den Beweggrund ein, der ihn zu diesem Beruf gedrängt hatte. Ihn habe bereits von frühester Kindheit an ergriffen, was Jesus getan hat. Ergriffenheit und Freude an diesem Dienst hätten ihn durch die lange und oft bewegte Zeit begleitet. Ihle sprach dabei auch die Gemeinschaft und den Glauben an und brachte die Sendung, zu der jeder Katholik aufgerufen sei, zum Ausdruck.

Dabei erzählte er auch die lustige Anekdote eines Jungen, der ihn als Luciano Pavarotti der Kirche bezeichnet hatte, da er, wie auch im Gottesdienst zu spüren war, gerne singt.

Der Dekan dankte im Rückblick den vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Stationen seines Wirkens waren St. Nikolaus in Markdorf am Bodensee, St. Martin in Tauberbischofsheim und St. Cyriak in Oberkirch. 1980 übernahm er die Gemeindeleitung in St. Laurentius in Heidelberg-Schlierbach und war daneben Jugendpfarrer im Dekanat Heidelberg. Danach ging er nach St. Pankratius in Schwetzingen, ehe er 2002 die damalige Seelsorgeeinheit Pforzheim-Innenstadt übernahm und zugleich die Nachfolge von Joachim Grunwald als Dekan antrat.

Einfühlsam und hilfsbereit

Den festlichen Gottesdienst gestalteten Pfarrer Michael Dederich, St. Antonius, mit, der gerade sein 30-jähriges Priesterjubiläum hatte begehen können, der stellvertretende Dekan Pfarrer Bernd Walter der Seelsorgeeinheit Eutingen und Vikar Peter Bretl. In den Gottesdienst brachten sich musikalisch Diethard Stephan Haupt als Organist, die „Francis Singers“, Sopranistin Franziska Tiedtke und Joachim Luehne-Hilse an der Trompete ein.

Nach dem Gottesdienst befasste sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats der Kirchengemeinde Pforzheim, Isabel Odenthal, mit einem zeitgeschichtlichen Rückblick, ging auf die Lebensfreude des Kurpfälzers aus Heidelberg ein, der neben einer Vielfalt an Ämtern auch als Dekan für 56 000 Katholiken im Dekanat Verantwortung trägt, dankte für seine wohlgesetzten Predigten und sein großes Einfühlungsvermögen in den unterschiedlichen Seelsorgebereichen für jeden Einzelnen sowie für seine stete Hilfsbereitschaft. Der stellvertretende Dekan Bernd Walter griff die Zahl 40 auf, die in der Bibel immer wieder eine Rolle spiele, bezeichnete Pfarrer Ihle als frohen Menschen und meinte, ein Pfarrer sei kein Allroundgenie und kein Überlebenskünstler, aber es brauche gerade in dieser Zeit Menschen, die tiefer schauen und nicht an der Oberfläche bleiben.

Menschliche Nähe

Georg Kleiner führte beim anschließenden Empfang im Fo- rum I durch das Programm. Hier überbrachte Rolf Constantin als Vertreter von OB Gert Hager den Dank für das stete Einbringen von Dekan Bernhard Ihle in die Stadtgemeinschaft, sein offenes Wort und seine menschliche Nähe. Gleichzeitig danke er auch im Namen von Landrat Karl Röckinger, da Ihle als Dekan vieler Gemeinden im Enzkreis wirke. Während ihm die Gemeinde eine Albe, also ein Gewand, zum Geschenk machte, die noch bei den Franziskanerinnen in Gegenbach in Bearbeitung ist, überreichte ihm Vikar Bretl von Mitarbeitern ein Fotoalbum, das seine Zeit in Pforzheim festgehalten hat. Danach waren viele Gratulanten im Gespräch mit ihm im Forum I zu einem gemütlichen Ausklang zusammen. co