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Pforzheims kfd-Dekanatsfrauen wollen Gleichberechtigung in der Kirche.  Foto: Fux 

Katholische Frauengemeinschaft in Pforzheim fordert Diakoninnenamt für Frauen

Pforzheim. Die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) fordert schon seit Jahren die Weihe von Diakoninnen. Diesem Ziel schließen sich auch die Frauen aus dem kfd-Dekanat Pforzheim an. Sie nutzten die Gelegenheit im Enzauenpark, den aufgrund der Pandemie im April ausgefallenen Gottesdienst zum Tag der Diakonin nachzuholen. Dieser stand dieses Jahr unter dem bundesweiten Motto: „Frauendiakonat weltweit“.

Nicht nur in Deutschland fordern Christinnen und Christen die Einführung des sakramentalen Dienstes für Frauen, sondern überall auf der Welt in der gesamten Katholischen Kirche werden Stimmen mit dieser Forderung immer lauter und dringlicher. Bereits im Februar bei der dritten Synodalversammlung wurde mit großer Mehrheit ein Handlungstext zum Thema „Diakonat der Frau“ in erster Lesung beschlossen, die die Einführung des Diakonats für die deutsche Kirche für unerlässlich hält.

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Pforzheim

Plädoyer für die Weihe von Diakoninnen in Pforzheim

„Wir sind versammelt, um uns und unsere Kirche auf dem Weg hin zu Geschlechtergerechtigkeit zu stärken und zu ermutigen“, erklärte die stellvertretende Pforzheimer kfd-Vorsitzende Angelika Masanz, die den Tag der Diakonin mit Mitstreiterinnen organisierte.

„Die Welt verändern“

Die Frauen erinnerten sich an Katharina von Siena, die sich in ihrer Zeit gegen den Verfall der Kirche einsetzte.

„Wir erinnern uns aber auch an die vielen bekannten und unbekannten Frauen, auch an die Frauen ohne Namen, die jeweils in ihrer Zeit ihre Kraft und Begabungen genutzt haben, um die Welt, auch bezüglich der Rechte der Frauen in der Kirche zu verändern“, betonen die Pforzheimerinnen.

Den kfd-Frauen steht besonders Junika nah. Nicht nur weil sie seit 2001 Namensgeberin der Mitgliedszeitschrift ist, sondern weil ihr Name für ein klassisches Frauenschicksal in einer immer noch von Männern dominierten katholischen und säkularen Welt in der frühen Kirche steht. „In unserer Feier möchten wir die Kraft vieler Frauen aus der Vergangenheit und in der Zukunft wertschätzen und ermutigen“, unterstreicht die katholische Frauengemeinschaft.

Frauen predigen
Politik

Katholikinnen setzen sich über Predigtverbot hinweg

Der Tag der Diakonin wird seit 1997 zusammen mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB), dem Netzwerk Diakonat der Frau und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gefeiert. Schon seit vielen Jahren begehen insbesondere katholische Frauen den Tag der Diakonin und fordern hartnäckig und unbeirrbar die Zulassung der Frauen zum sakramentalen Diakonat. Die Frauen aus dem katholischen Dekanat Pforzheim unterstützten mit der Teilnahme am Gottesdienst, der unter freiem Himmel stattfand und musikalisch von Thomas Schmidt begleitet wurde, die Forderung.