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Auch die Chefin mussten Harald Kuch (links) und Michael Wolf überzeugen, dass die „Weiche“ unverzichtbar ist.  Foto: Meyer
Auch die Chefin mussten Harald Kuch (links) und Michael Wolf überzeugen, dass die „Weiche“ unverzichtbar ist. Foto: Meyer
10.10.2018

Kein Hotel auf der „Neue Weiche“-Fläche - stattdessen westlich des Bahnhofs?

Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler hat sich hinter die Planungen für Busstellfläche auf dem Gelände der früheren Eisenbahner-Gaststätte „Neue Weiche“ an der Erbprinzenstraße gestellt, wo ein Investor ein Intercity-Hotel errichten möchte. Gemeinsam mit Planungsamtsleiter Michael Wolf und Harald Kuch (Grünflächen- und Tiefbauamt) erläuterte sie, dass die Fläche der „Neuen Weiche“ hierfür unverzichtbar sei, um für das geplante AOK-Gebäude auf dem ZOB Süd Platz zu schaffen. Der Gemeinderat sei auch stets beteiligt gewesen.

Pforzheim Dass der ZOB Süd zwar nicht mehr als Busbahnhof, aber als Stell- und Rangierfläche benötigt würde, sei bereits bei der Planung und beim Antrag auf Fördermittel für den neuen ZOB 2010 benannt worden, so Schüssler und Wolf. Letzterer erinnerte daran, dass Schüssler – seinerzeit noch Stadträtin der Grünen Liste – im Jahr 2013 überzeugt war, dass man auch die Stell- und Rangierfläche unter dem Dach des neuen ZOB abbilden können müsste, als der damalige OB Gert Hager im Wege einer Eilentscheidung die „Neue Weiche“ für diesen Zweck kaufte.

Noch als Baubürgermeisterin habe sie 2017 Zweifel gehabt. Weswegen ein Ingenieurbüro die Sache untersuchte und zusammen mit VPE, RVS und weiteren Busbetrieben zum Ergebnis kam: Das geht nicht. Was aber möglich ist: den ZOB zu optimieren. Künftig würden dort sehr viel häufiger Busse stehen, so dass der Eindruck, der Busbahnhof sei quasi kaum genutzt, nicht mehr so entstehe. „Man wird sich dann auch abends dort sicherer fühlen“, sagt Schüssler. Dies ermögliche aber keinen Verzicht auf die „Neue Weiche“. Für einen Bau des Intercity-Hotels hat Stadtplaner Michael Wolf daher eine Alternative westlich des Bahnhofs ins Spiel gebracht. Das Areal sei groß genug, der Zuschnitt geeignet, die Lage so stadtnah wie die „Neue Weiche“, ist er überzeugt.

Man sei mit dem Investor im Gespräch und auch mit LBBH-Stadtrat Hans-Joachim Bruch sowie dem Verkehrsclub-Deutschland-Landesvorsitzenden Matthias Lieb. Beide hatten anhand eigener Berechnungen und Erkenntnisse die Überzeugung geäußert, auf die „Neue Weiche“ verzichten zu können.

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