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Wohl letztmals zeichnete die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, vertreten durch ihren damaligen Präsidenten Burkhard Thost, beim „Goldstadtpokal 2017“ die Sieger im Standard-Einladungsturnier, Simone Segatori und Anette Sudol, mit dem IHK-Ehrenpreis aus. Foto: Ketterl
Wohl letztmals zeichnete die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, vertreten durch ihren damaligen Präsidenten Burkhard Thost, beim „Goldstadtpokal 2017“ die Sieger im Standard-Einladungsturnier, Simone Segatori und Anette Sudol, mit dem IHK-Ehrenpreis aus. Foto: Ketterl
29.12.2017

Kein IHK-Ehrenpreis beim Goldstadtpokal

Pforzheim. Wenn beim Galaball „Glamour meets Sports“ am Samstag, 27. Januar 2018, im CongressCentrum Pforzheim (CCP) zur Siegerehrung für das Einladungsturnier in den Standard-Tänzen aufgerufen wird, werden wohl die dreimaligen Weltmeister Dmitry Zharkov und Olga Kulikova ganz oben auf dem Treppchen stehen. Denn das russische Paar hat seine Zusage gegeben, in die Goldstadt zu kommen. In den vergangenen Jahren hatten die Titelträger von 2014 und mehrmaligen WM-Zweiten Simone Segatori und Anette Sudol (sie früher selbst mit Urs Geisenhainer für den Schwarz Weiss Club Pforzheim startend) den Ehrenpreis der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald gewonnen. Der hätte nun zum 50. Mal vergeben werden sollen. Doch dazu wird es nicht kommen.

Noch beim „Goldstadtpokal 2017“ hatte der damalige IHK-Präsident Bernhard Thost betont: „Die IHK Nordschwarzwald und die Wirtschaft der Region stehen hinter der Tradition von Wettbewerb und Innovation. Die Wirtschaft der Region stiftet mit Freude den langjährigen Preis der Industrie- und Handelskammer für dieses Tanzturnier von Weltrang.“ Doch: „Wir haben den Organisatoren des Goldstadtpokals bereits vor zwei Jahren mitgeteilt, dass die IHK Nordschwarzwald als eine berufsständische Körperschaft des öffentlichen Rechts aufgrund der jüngsten Rechtsprechung nur noch Projekte unterstützen darf, die der unmittelbaren Förderung der regionalen Wirtschaft dienen“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler auf PZ-Nachfrage. Im Jubiläumsjahr „250 Jahre Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim“ sei daher letztmals der Ehrenpreis gestiftet worden.

Wobei Keppler noch darauf verwies, dass die Industrie- und Handelskammer auch künftig den mit der Hochschule Pforzheim initiierten Wettbewerb zur Gestaltung der Goldstadtpokal-Trophäe mittragen werde. Denn dieser diene der Förderung junger Designer, was den Statuten nach möglich sei. „Die IHK Nordschwarzwald freut sich, dass sie damit weiterhin diese bedeutende Tanzsportveranstaltung unterstützen kann“, betonte Keppler. Daher werde die Kammer auch beim Galaball zum „Goldstadtpokal 2018“ angemessen durch ein Präsidiumsmitglied vertreten sein.

Übrigens: Als im Januar 1966 erstmals der Ehrenpreis der Industrie- und Handelskammer vergeben wurde, zwischendurch besteht eine zweijährige Lücke, zeichnete der damalige IHK-Präsident Walter Huber damit den Kapitän einer Prager Stadtmannschaft aus, denn es war zu einem Wettkampf „Die Goldene Stadt gegen die Goldstadt“ gekommen, das die Gäste im Vergleich mit den Pforzheimer Paaren gewinnen konnten.

Ob es nun für das Standard-Einladungsturnier 2018 möglicherweise einen „Ehrenpreis der Wirtschaft“, oder den nach einem Stifter benannten Ehrenpreis geben wird, lässt Bernd Roßnagel, der Präsident des Schwarz Weiss Clubs Pforzheim, noch offen. Er äußerte sich jedoch froh darüber, dass die hiesige Wirtschaft durch namhafte Sponsoren den Galaball ermögliche und so zum Turnier um den „Goldstadtpokal der Stadt Pforzheim in den lateinamerikanischen Tänzen (einem „World Open“ der „WorldDance Sport Federation“) zudem der internationale Nachwuchs um den „Red Young Cup“ der Sparkasse Pforzheim Calw auf dem Parkett stehe. Und den Gästen ein außergewöhnliches Rahmenprogramm geboten werde – alles unter dem Motto „Glamour meets Sports“.