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Mit Bravour meistern die jugendlichen Laiendarsteller ihren Auftritt.
Mit Bravour meistern die jugendlichen Laiendarsteller ihren Auftritt.
18.07.2017

Kein leichter Stoff: Vorstellung „Hexenjagd“ auf dem Pforzheimer Podium

Pforzheim. 13 jugendliche Laiendarsteller beeindrucken das Publikum mit dem Stück „Hexenjagd“, welches erschreckend aktuell ist. Arthur Millers Drama „Hexenjagd“ mag aus dem Jahr 1953 stammen, doch die von ihm beschriebenen Mechanismen sind auch im Hier und Jetzt beängstigend präsent. Sie zeigen auf, wie aus bigotter Moral und Engstirnigkeit ein von Angst und Terror geprägtes Klima entstehen kann, dem in kurzer Zeit jedes individuelle Recht geopfert wird.

Gerüchte, hysterischer Verfolgungswahn, massenweise Denunziation, teils unter Folter geäußert – Atheist und Marilyn- Monroe-Lebensabschnittspartner Miller mag die Hexenprozesse im puritanischen Salem, Massachusetts, vor Augen gehabt haben, seine Tagesaktualität erhält das mehrfach erfolgreich verfilmte Drama derzeit aber vor allem aus Kleinasien und Arabien.

Kein leichter Stoff also, den sich 13 jugendliche Laiendarsteller mit „Hexenjagd“ vorgenommen hatten. Auf der Bühne des bestens besuchten Pforzheimer Podiums spielten Selin Aktas, Antonia Danailova, Lili und Theo Depluet, Jan Dognaci, Sophie Frolov, Emily Huber, Alicia Rothmund, Laetitia Satombrino, Antonia Schmidt, Alina Siris, Melanie Stach und Leonie Wallner-Richter das anspruchsvolle Stück – um es vorweg zu nehmen: mit Bravour!

Unter der Leitung von Theaterpädagogin Antonia Schirmeister und von Musik- und Theaterpädagoge Christoph Traxel hatten die hoch motivierten Pforzheimer Jugendlichen erst im Herbst 2016 mit den Vorbereitungen auf diese „Hexenjagd“ begonnen. „Zunächst stand das gegenseitige Kennenlernen und Improvisation auf dem Probenplan“, erzählt Christoph Traxel.

Der Vorschlag für „Hexenjagd“ kam von Antonia Schir-meister und wurde von der jungen Truppe begeistert übernommen. Richtig ins Stück gegangen sei man erst ab Februar. Erstaunlich, wie schnell und wie gut sich die elf Mädchen und zwei Jungs in ihre Rollen eingefunden haben. rdf