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In der Pforzheimer Kita-Krise wird heiß diskutiert. Symbolfoto: dpa
In der Pforzheimer Kita-Krise wird heiß diskutiert. Symbolfoto: dpa
10.07.2018

Keine Ruhe in der Kita-Krise: Harsche Kritik von Bürgerliste Pforzheim und Elternbeirat

Pforzheim. In die Diskussion um fehlende Kita-Plätze schalten sich nun auch die Bürgerliste Pforzheim und der Gesamtelternbeirat der Pforzheimer Kindertageseinrichtungen (GEPK) ein. Beide üben harsche Kritik.

Als ziemlich „realitätsfremd“ bezeichnet der GEPK die Ansichten der Liga der Wohlfahrtsverbände zur Pforzheimer Kitakrise. Es sei vielmehr der Versuch der Liga (AWO, Caritas, Diakonie), ihre eigenen Interessen unter diesem Deckmantel zu schützen. Die Liga verstricke sich inhaltlich in viele Widersprüche, einerseits habe man jahrelang darauf hingewiesen, dass der Kitacrash komme, andererseits habe man Angst vor einem „planlosen“ Ausbau.

Alle Träger sollten sich einig sein, dass Krippen-, Kita- und Hortplätze fehlten, dass pragmatisch und zeitnah gehandelt werden sollte. „Schade, dass die Liga sich in Konkurrenz zu Trägern wie dem Kinderschutzbund, IB oder dem Stadtjugendring stellen und durchaus überlegenswerte Ideen, wie provisorische Kitas in leerstehenden Klassenzimmern zu etablieren als Qualitätsverlust werten“, sagt Jasmin Schäfer, GEPK-Vorsitzende. Erfreulich sei es, dass das Interessensbekundungsverfahren installiert werden soll, dass auch kleinere Träger, sofern geeignet und Qualitätsstandardkonform, zum Zug kommen könnten.

Die Bürgerliste dagegen warnt vor Hektik beim Ausbau der Kita-Plätze. Von der Verwaltung sei ein Mammutprogramm vorgelegt worden, 1320 Kita-Plätze sollten innerhalb der nächsten 18 Monate geschaffen werden. „Das ist völlig unrealistisch – oder will man auf Planung und Baugenehmigungsverfahren verzichten“, meint Christian Heuchert. In einer solch kurzen Zeit Betreiber zu finden, Gebäude zu erstellen und das Personal zusammenzubekommen, sei Augenwischerei. Hier werde eine Hektik an den Tag gelegt, die zu nichts Gutem führen könne. Die Verwaltung sei gefordert, selbst eigene Kitas zu schaffen neben der Suche nach weiteren Trägern und etwas gegen den Weggang von Erziehern zu tun. „Die Planungen für die Kita-Entwicklung müssen neu überdacht werden.“

Demagoga
12.07.2018
Keine Ruhe in der Kita-Krise: Harsche Kritik von Bürgerliste Pforzheim und Elternbeirat

Politisches Geplänkel ist bei diesem Notstand nicht angebracht - hier müssen Lösungen her und ich wundere mich, warum nicht schon längst mit der Ausbildung qualifizierter Erzieherinnen begonnen wurde..... und dabei meine ich nicht die Notkurzgeschulten aus einer Maßnahme der Arbeitsagentur. mehr...

ROSAROT
13.07.2018
Keine Ruhe in der Kita-Krise: Harsche Kritik von Bürgerliste Pforzheim und Elternbeirat

Wo Pforzheim wirklich was tun könnte (auch finanziell !), ist bei der "Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieher/in (PIA)". Aber auch diese dauert 3 Jahre. Für diese Zeit schließen die Schüler/innen einen Ausbildungsvertrag mit dem Träger der ausbildenden Einrichtung ab. Während der dreijährigen Aus-bildung bezahlt der Träger eine Ausbildungsvergütung.... mehr...

Demagoga
13.07.2018
Keine Ruhe in der Kita-Krise: Harsche Kritik von Bürgerliste Pforzheim und Elternbeirat

Richtig, zusätzlich zu den Ausbildungsplätzen könnte man mit guten Angeboten Erzieher/innen nach Pforzheim holen. Die Stadt geht allerdings lieber den Weg über kurzausgebildete Tagesmütter./-väter oder Kinderpfleger/innen ..... Ich möchte keiner dieser Personen etwas negatives unterstellen, aber eine qualifizierte Ausbildung und eine frühkindliche Förderung sieht anders aus. Zum Glück sind die Standarts so hoch und bevor man an der Qualifikation der Erzieher/innen einspart, kann man das an ...... mehr...