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Schaum auf der Straße zeugt von den Löscharbeiten bei einem Kellerbrand an der Hoheneckstraße in Pforzheim-Dillweißenstein. © Meyer
19.11.2017

Kellerbrände: Feuerwehrmann am Kopf verletzt - Explodiernde Spraydose

Pforzheim. Ein Kellerbrand in einem Einfamilienwohnhaus an der Hohenckstraße im Hinteren Tal in Pforzheim-Dillweißenstein hat die Feuerwehr Pforzheim am Samstagabend beschäftigt. Mit 15 Fahrzeugen und 59 Mann rückten die Wehren der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen-Abteilung Dillweißenstein aus. Den Brand an sich hatten die Feuerwehrleute vergleichsweise rasch unter Kontrolle, jedoch wurde beim ersten Löschangriff ein Feuerwehrmann verletzt.

Feuerwehrmann nach Kellerbrand in Dillweißenstein verletzt

Wie der stellvertretende Feuerwehr-Kommandant Guido Lobermann auf PZ-Anfrage erklärte, seien zwei je zwei Mann starke Trupps von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr unter Atemschutz in den total verrauchten Keller vorgedrungen. Im verqualmten Dunkel sei dann ein Feuerwehrmann wahrscheinlich von einer explodierenden Spraydose am Kopf getroffen und verletzt worden. Er kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Als Feuerwehrmann müsse man bei jedem Einsatz in dunklen, unbekannten Räumen mit solchen unvorhergesehenen Gefahren rechnen. Gerade in einem Keller würden die unterschiedlichsten Gegenstände und Materialien gelagert werden, die im Brandfall in solchen lichtlosen, total verrauchten Räumen nicht zu erkennen seien. „Das ist heimtückisch“, sagt Lobermann. Er denkt dabei im Fall des Dillweißensteiner Kellerbrands an Spraydosen, an Behälter für Farben und Lacke, die sich bei der Hitze ausdehnen und dann explosionsartig durch die Luft fliegen würden.

Überhaupt würden Keller, so Lobermann, eine große Brandmasse beherbergen. Wo alles abgestellt und gelagert wird, gebe es eben auch viel Brennbares. Die Flammen hatte die Feuerwehr dennoch rasch unter Kontrolle. Der Rauch allerdings war schon durchs Haus gezogen. Der Sachschaden im Keller dürfte wohl nicht so hoch sein, doch die Verqualmung des Wohnhauses könnte Spuren hinterlassen haben, die nicht so einfach zu beseitigen sind. Nach dem Löschen musste die Feuerwehr das Wohnhaus noch durchlüften. Von den Hausbewohnern wurde niemand verletzt.

Zweiter Kellerbrand am gleichen Abend

Der Kellerbrand in Dillweißenstein war nicht der einzige Einsatz der Feuerwehren an diesem Abend: Bereits um 17:50 Uhr wurde ein Kellerbrand im Stadtteil Arlinger gemeldet. Da sich im Haus noch Personen aufhalten sollten, wurde die Feuerwehr von der Integrierten Leitstelle mit dem Stichwort „Wohnungsbrand, Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Vier Minuten später trafen die ersten Kräfte von Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr Abteilung Brötzingen-Weststadt ein. Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude, so dass sich die Maßnahmen auf die Brandbekämpfung im Keller konzentrieren konnten. Nach zehn Minuten konnte die Einsatzleiterin „Feuer aus“ melden. Unterstützt wurden die Kräfte von der Abteilung Büchenbronn, ein weiteres Fahrzeug der Berufsfeuerwehr, welches bei Alarmeingang noch bei einem Fahrzeugbrand auf der Autobahn gebunden war, musste die Einsatzstelle nicht mehr anfahren.