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Sie und viele andere setzen ein Zeichen für Frieden und Toleranz: Petra Kirsch, Charlene Kunkel, Jennifer Kirsch und Sabine Jessen (von links). Foto: Tilo Keller
Sie und viele andere setzen ein Zeichen für Frieden und Toleranz: Petra Kirsch, Charlene Kunkel, Jennifer Kirsch und Sabine Jessen (von links). Foto: Tilo Keller
20.12.2015

Kerzen für Frieden und Toleranz: Lichterkette entlang der Bahnhofstraße

Die lange Reihe von Menschen, die mit Kerzen in den Händen entlang der Bahnhofstraße standen, hat am Samstagabend so manchen Passanten überrascht. Um 19 Uhr wurden 103 Menschen gezählt, die mit der Aktion ein Zeichen für Frieden und Toleranz und gegen Krieg, Angst und Terror setzen wollten. Die Aktion lief zeitgleich mit der bundesweiten Veranstaltung, bei der eine Lichterkette vom München bis Berlin gebildet werden sollte.

„Ich freue mich, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte Organisatorin Antonia Aldinger. Knapp 50 Personen hatten sich im Vorfeld über Facebook zu ihrer Aktion angemeldet. Mit bis zu 200 Teilnehmern hatte die Organisatorin gerechnet und dies auch vorsorglich angemeldet. „Wir wollen auch in Pforzheim ein Zeichen setzen, während die Aktion in ganz Deutschland passiert“, erklärte Teresa Karcher, die der Organisatorin zusammen mit Nergiz Güney und Armin Müller für Ordnungsaufgaben helfend zur Seite stand. Für spontane Teilnehmer hatten sie sogar einige Kerzen parat.

„Sagen, was wir wollen“

„Wir stehen hier für den Frieden, und dass solche Sachen wie in Paris nicht passieren“, erklärten Petra Kirsch und Sabine Jessen aus Pforzheim ihre Motivation, an der Lichterkette teilzunehmen. „Wir sollten sagen, was wir wollen – und nicht, was wir nicht wollen“, warf Claudia Wexel aus Pforzheim ein, die nur wenige Schritte weiter stand. „Wir wollen Frieden und Toleranz, dann wird alles andere auch kommen.“ Wie die meisten Teilnehmer war sie über Facebook auf die Aktion aufmerksam geworden. Während eine kleine Gruppe „We shall overcome“ anstimmte, reihte sich unter die bunt gemischte Menge der Teilnehmer auch der Syrer Amil Odicho ein. „Ich hoffe, dass in Syrien Frieden, Freiheit und Demokratie wieder aufgebaut wird“, erklärte er seine Teilnahme an der Aktion. Nach seinem anfänglichen Aufenthalt in Bayern ist der Lehrer nun schon seit zehn Monaten in Pforzheim. „Ich hoffe, dass die ganze Welt sicher wird“, ergänzte er. „Ich bin zufrieden mit der Resonanz“, sagte Aldinger, als die Reihe der Menschen nach einer knappen halben Stunde gemeinsam die Kerzen in die Höhe reckten. „Ich hatte nur fünf Tage, um alles zu organisieren – und dafür bin ich jetzt echt happy.“

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