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Die Chickpeas „three“ zeigen „Die gute Tat“ und erhalten viel Lob von der Jury.
Die Chickpeas „three“ zeigen „Die gute Tat“ und erhalten viel Lob von der Jury.
Sechs Gruppen aus Pforzheim und dem Enzkreis zeigen überzeugende Darstellungen auf der Bühne des Kulturhaus Osterfeld und erhalten viel Applaus.
Sechs Gruppen aus Pforzheim und dem Enzkreis zeigen überzeugende Darstellungen auf der Bühne des Kulturhaus Osterfeld und erhalten viel Applaus.
24.07.2016

Kinder- und Jugendtheatertag im Kulturhaus Osterfeld: Jung-Schauspieler zeigen ihr Können

Pforzheim. Tosender Applaus, der fast nicht enden mag, strahlende Akteure auf der Bühne und ein begeistertes Publikum – der Kinder- und Jugendtheatertag lebt von einer besonderen Atmosphäre. Und von bezaubernden Gruppen, mit unbekümmerter Jugendlichkeit. Es macht allen Spaß – auf der Bühne und im Publikum.

Insgesamt sechs Stücke sind zu sehen. Die Chickpeas, die Theatergruppe der katholischen Gemeinde St. Elisabeth, ist gar dreimal vertreten. Unter Leitung von Micaela Constantin zeigen sie die Stücke „Crystal“, „Mobbing – aber richtig“ und „Die gute Tat“.

Die Smarties, die Theatergruppe ehemaliger Konfirmanden der Sonnenhof-Gemeinde, präsentieren unter Leitung von Tina Züscher, „Romeo und Julia“. Die Theater-AG der Grundschule Eisingen zeigt – auch unter Leitung von Tina Züscher – „Die Spürnasen“.

Nach Warm-Up für die Gruppen, einer Begrüßungsrunde der Veranstalter mit Maria Ochs, Leiterin des Kulturhaus Osterfeld, Reinhard Kölmel, Vorsitzender des Amateurtheaterverein, und Raphael Mürle vom Kulturrat, rundet „Die Welle“, die Jugendtheatergruppe des Bürgerhaus Buckenberg-Haidach, mit einem Ausschnitt aus „Ein Sommernachtstraum“ unter Leitung von Lü Follwarczny den Kinder- und Jugendtheatertag ab. „Es wird keine Juryentscheidung geben, sondern Laudatoren fassen die Eindrücke zusammen und bewerten“, erklärt Reinhard Kölmel bei der Präsentation (laudare aus dem lateinischen loben, Erklärung der Redaktion). Und so erhalten alle Mitwirkenden eine Beurteilung. Figurentheaterspieler Raphael Mürle fügt hinzu: „Es geht nicht darum, wer ist der Bessere oder wer hat das bessere Bühnenbild.“ Heute gehe es darum, die Stücke der anderen zu sehen. Live passiere viel Spontanes und Spannendes. „Der Dialog mit dem Publikum ist eine Herausforderung.“

Für die Chickpeas „one“ gibt es neben einer Urkunde und Gutscheinen (das erhalten alle Gruppen, die mitgemacht haben), Lob von den Laudatoren Raphael Mürle, Gunnar Gstettenbauer vom Amateurtheaterverein und Theaterpädagogin Anja Noel vom Theater Pforzheim für ein hohes sprachliches Niveau und für beeindruckende und interessante Wendungen. Bei den Smarties gefällt den Laudatoren, dass sie einen Klassiker neu interpretiert haben und diesen sogar auf die Rolle der Eltern von Romeo und Julia heruntergebrochen haben. „Ihr habt viele Theatermittel beispielsweise mit Spotts gut eingebaut“, so die Laudatoren. „Das bietet Abwechslung.“

„Ihr habt euch am Kabarett versucht und das toll hinbekommen“, sagt Noel zu den Chickpeas „two“. Besonders die sprachliche Präsenz sei hervorragend. „Der Mut hat sich ausbezahlt“.

Die Theater AG der Grundschule Eisingen erfreut die Laudatoren mit tollen Kostümen und imposantem Bühnenbild. „Ihr seid ein wunderbares Team.“

Anspruchsvoll interpretiert

„Routiniert und konzentriert wie die Profis macht das Stück viel Spaß“, so das Resümee für die Chickpeas „three“. „Die Emotionen werden gekonnt über die Sprache transportiert.“

Den Ur-Shakespeare „Ein Sommernachtstraum“ in gebundener Sprache bringt die Welle gut rüber, so die Laudatoren. In einer stimmigen Inszenierung und im glaubhaften Zusammenspiel ergebe sich ein konstantes Spiel.

„Das ist Nachwuchsarbeit erster Klasse“ freuen sich die Laudatoren. Schon jetzt seien sie auf den nächsten Kinder- und Jugendtheatertag gespannt.