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Achtung, Vorfahrt: Die kleinen Besucher können sich im Bobby-Car-Parcours austoben.  Foto: Wießler 

Kinderfest auf dem Marktplatz in Pforzheim: Minis erleben eine Riesensause

Pforzheim. Das „Rockodil“ hatte am Samstag wieder zu einer Riesensause für Kinder auf den Marktplatz geladen. Nachdem vor zwei Jahren die Premiere des ersten Kinder-Marktplatzfests und Musik-Festivals des Stadtjugendrings (SJR) mit großem Erfolg über die Bühne gegen war, hatten die Macher eine Wiederauflage geplant − diesmal allerdings unter Corona-Bedingungen. Das hieß, alle Beteiligten mussten die 3-G-Regeln einhalten und Masken tragen.

Das tat der Vorfreude der großen und kleinen Besucher aber keinen Abbruch. Und so bildete sich schon kurz nach der Eröffnung eine lange Schlange vor dem abgesperrten Spieleareal. „Das ist ein Widerspruch in sich“, bedauerte Robin Schneider von der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit des Stadtjugendrings. „Normalerweise bieten wir offene Angebote, die allen zugänglich sein sollten.“ Trotzdem freute er sich über den Andrang. Man merke, dass alle Lust hätten, wieder rauszugehen und etwas zu unternehmen.

An dem für die Gäste unentgeltlichen Event, das mit dem „Rockodil“ sogar ein eigenes Maskottchen hat, wurde mehrere Monate lang gefeilt. Und so konnten die Organisatoren neben 30 Spiel- und Mitmachaktionen auch die Auftritte dreier Musiker beziehungsweise Bands präsentieren. Mit Gitarre und Mikrofon sorgte Nica Neulich für tanzende und singende Kinder, für schmunzelnde Erwachsene, und manchmal für nachdenkliche Kindergesichter. Ob sie das Lied sang vom Hamster, der nach Hamsterdam fährt oder das von „Schnuppsegal“, in dem jedes Kind machen kann, was es will, das entschieden die kleinen Zuhörer selbst.

Das Original-Burgfräulein Bö (alias Patricia Prawit) rockte mit ihren drei Lieblings-Rittern an Bass, Gitarre und Schlagzeug fröhlich durch die bekannten Ritter-Rost-Hits. Herr Jans Musik war so bunt wie sein Lebenslauf. Mit viel Liebe zum Detail wanderte der Erlebnispädagoge gekonnt durch die weite Landschaft der Musik.

Neben der Musik kam auch der Spielspaß nicht zu kurz. Vor dem Neuen Rathaus sorgten alle Abteilungen der SJR Betriebs-Gesellschaft für gute Laune. Und so hämmerten Kinder Nägel in Baumstämme, fabrizierten riesige Seifenblasen, sprangen ausgelassen in den zwei Hüpfburgen herum, malten kunterbunte Mandalas, krabbelten und rutschten über alle möglichen Hindernisse, zockten mit dem überdimensionalen Vier-Gewinnt-Spiel und maßen ihre Kräfte beim Bungee Run. Auf dem Platz des 23. Februar warteten der SJR Dachverband und seine Partner mit dem Bobby-Car-Move-Park und einer Bobby-Car-Rollenrutsche auf die kleinen Besucher. Deutlich geflasht von den Reaktionen der Besucher zeigte sich Uwe Kullmann, zweiter Vorsitzender des SJR. „Die Leute waren begeistert von der Veranstaltung.“ Rund 2500 Besucher hätten das Angebot genutzt, für dessen Finanzierung die „Neustart Kultur“ zuständig war, eine Kooperation des Kulturamts mit dem SJR. Genauso viele Leute wie vor zwei Jahren – und das trotz Corona-Beschränkungen. „Unser Team hat schon ein kurzes Fazit gezogen“, sagt er, „wir müssen die Veranstaltung unbedingt wiederholen.“