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Das Amtsgericht hat noch nicht entschieden, ob es wegen Kinderpornografie eine Anklage zulassen wird.
Das Amtsgericht hat noch nicht entschieden, ob es wegen Kinderpornografie eine Anklage zulassen wird. © Symbolbild: dpa
04.05.2011

Kinderpornos bei Rektor? Gutachten soll Anklage klären

PFORZHEIM. Das Amtsgericht hat noch nicht entschieden, ob – und gegebenenfalls in welchem Umfang – es die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den suspendierten Leiter einer weiterführenden Schule zulassen wird. Man wartet noch ein Gutachten ab, von dem man sich die Klärung technischer Aspekte verspricht. Im Raum steht der Verdacht auf den Besitz von kinderpornografischen Materials: über 50 Dateien.

Im Zuge eines Verfahrens wegen Kinderpornografie in Karlsruhe waren die Ermittler auf den Mann aufmerksam geworden. Bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten sie Material, und Spezialisten stießen erst nach Monaten Tüftelei auf den brisanten Inhalt. Er war so raffiniert getarnt, dass der Leitende Oberstaatsanwalt Christoph Reichert davon ausgeht, dass sich niemand zufällig diese Dateien auf die Festplatte laden kann – dahinter müsse Absicht stecken. Der vom Oberschulamt suspendierte Rektor lässt sich vom Karlsruher Rechtsanwalt Klaus Schroth vertreten, einem der erfahrensten Vertreter seiner Zunft. Der Fall hatte an der Schule für erhebliches Aufsehen gesorgt. Eltern und Lehrer bangten um den guten Ruf der Schule. Sie bekamen jedoch Rückendeckung vom Staatlichen Schulamt und der Schulbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe. ol

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