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Hat mit seiner Idee zum „aufgeschobenen Kaffee“ und weiterer Sachspenden für Bedürftige eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Michael Seibel mit Enkel Lias vor seinem Nordstadtkiosk an der Anshelmstraße. Foto: Meyer
Hat mit seiner Idee zum „aufgeschobenen Kaffee“ und weiterer Sachspenden für Bedürftige eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Michael Seibel mit Enkel Lias vor seinem Nordstadtkiosk an der Anshelmstraße. Foto: Meyer
03.01.2018

Kiosk-Chef in der Nordstadt freut sich über viele Kaffeespenden

Pforzheim. „Gut aufgeschoben“: Unter dieser Überschrift hatte die PZ Ende Dezember über eine Aktion für Bedürftige berichtet, die Michael Seibel, der Betreiber des Nordstadtkiosks an der Anshelmstraße, gemeinsam mit seiner Tochter Stephanie gestartet hat. Von den Reaktionen ist der Kiosk-Chef überwältigt. Immer mehr Menschen tragen ihren Teil dazu bei, dass Armen geholfen werden kann – und dies teils auf außergewöhnliche Weise.

Die Idee, die auf der italienischen Tradition des „Caffé sospeso“ beruht, sieht eigentlich vor, dass Kunden, die einen Kaffee trinken, Geld für einen weiteren drauflegen, der dann an Bedürftige ausgeschenkt wird. Das tun nun auch Seibels Kunden. Aber eben nicht nur. Auch größere Beträge werden zur Verfügung gestellt. So waren etwa bereits Vertreter des Vereins „Maulbronn hilft“ vor Ort und übergaben eine Spende über 150 Euro. Wie Seibel erzählt, hat eine Dame aus der Nordstadt 50 Euro dagelassen und berichtet, zu erwägen, Obdachlose regelmäßig zum Essen einzuladen. Ein weiterer Mann brachte fünf Päckchen gemahlenen Kaffees vorbei. Offenbar hatte dieser Gönner, der kein Kunde des Kiosks sei, in der PZ von der Aktion gelesen, war spontan in die Stadt gefahren, hatte die fünffache „Krönung“ erworben und zu Seibel gebracht. Dieser kann zwar mit seiner Maschine gemahlenen Kaffee gar nicht brühen, will die Pakete aber verkaufen und das Geld in den Spendentopf für die Bedürftigen tun. Verarbeitet werden dagegen die drei Packungen Schweizer Schümli-Kaffeebohnen, die ein weiterer Spender abgab.

Neben solcher Sach- gehen aber vor allem Geldspenden ein, wie Seibel erläutert – von der Münze bis zum Schein: „Wir sind froh um jeden Cent.“

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

www.suspendedcoffee.de