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Freuen sich über das Zusammentreffen: Emil und Sabine Frei, Roswita Fortenbacher und Gisela Haas von der katholischen Kirchengemeinde Eutingen zusammen mit Klaus Balbach und – ebenfalls von der katholischen Kirchengemeinde Eutingen – Irmgard Gerstner, Seniorchefin des Bestattungsinstituts Gerstner (von links).  Fotos: privat
Freuen sich über das Zusammentreffen: Emil und Sabine Frei, Roswita Fortenbacher und Gisela Haas von der katholischen Kirchengemeinde Eutingen zusammen mit Klaus Balbach und – ebenfalls von der katholischen Kirchengemeinde Eutingen – Irmgard Gerstner, Seniorchefin des Bestattungsinstituts Gerstner (von links). Fotos: privat
Jakobsweg-Pilger Klaus Balbach trifft auf einen Adler. Foto: Privat
Jakobsweg-Pilger Klaus Balbach trifft auf einen Adler. Foto: Privat
29.11.2017

Kirchengemeinde Eutingen trifft Pforzheimer Pilger auf dem Jakobsweg

Pforzheim. Eine spirituelle Reise mit emotionalen Ereignissen und unglaublichen Begegnungen – so könnte man die Reise von Klaus Balbach aus Pforzheim, der diesen Sommer den Jakobsweg ging, am besten zusammenfassen. Der Pforzheimer wirkt zufrieden, während er von den verschiedensten Ereignissen seiner Reise erzählt.

Die 800 Kilometer lange Strecke führte Balbach von St. Jean Pied de Port auf der französischen Seite der Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela in Spanien. Vier Wochen lang war Balbach unterwegs, doch das Ende war schneller in Sicht als gedacht, also lief er noch mal 221 Kilometer bis nach Fisterra über Muxia und wieder zurück nach Santiago de Compostela, um dort den Heimweg anzutreten. „Ich hätte noch Tage, Wochen weiterlaufen können“, erzählt er begeistert.

Aufgrund von fünf künstlichen Bandscheiben und drei zurückliegenden Herzinfarkten, habe man ihm den Weg zuerst gar nicht zugetraut, doch Balbach bewies das Gegenteil und lief täglich mit acht Kilo Gepäck auf dem Rücken mehrere Kilometer. Doch nicht immer fiel es dem 57-jährigen so leicht, wie zum Schluss der Pilgerreise. Am ersten Mittag quälte er sich auf einen steilen Berg und lief gerade mal drei Kilometer. „Ich habe mir zuerst nicht vorstellen können, dass ich das durchziehe, doch ab dem dritten Tag hab ich festgestellt, dass ich viel mehr kann, als ich denke“, sagt Balbach stolz.

Als der Pforzheimer im Mai seine Pilgerreise begann, ging es seiner Mutter aufgrund einer schweren Krebserkrankung sehr schlecht, weshalb er seine Reise gleich zu Beginn abbrechen wollte. Doch sie sei es auch gewesen, die ihn ermutigte, seinen Weg zu Ende zu gehen. Sie starb drei Tage darauf.

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