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Eltern protestieren Anfang des Jahres im Großen Ratssaal für eine Erhöhung um 7,5 Prozent.
Eltern protestieren Anfang des Jahres im Großen Ratssaal für eine Erhöhung um 7,5 Prozent. © Ketterl
13.07.2017

Kita-Kürzungen auf dem Prüfstand

Pforzheim. Der Jugendhilfe-Ausschuss des Gemeinderats hat am Donnerstagnachmittag mit großer Mehrheit beschlossen, den Gemeinderat zur Rücknahme der im vergangenen Jahr beschlossenen Einsparungen beim Kita-Personal aufzufordern.

Diese verschärften, wenn sie beibehalten würden, den Personalmangel an den Kitas. Das Gremium folgte damit Forderungen des "Bündnisses für Familie" und des Kita-Gesamtelternbeirats. Dessen Vertreterin Jasmin Schäfer hatte das Thema in der Sitzung aufgebracht, als es um drei Ausbau-Projekte der Kinderbetreuung ging (ein Neubau an der Kanalstraße, die Wiederinbetriebnahme von Kita-Containern beim Emma-Jaeger-Bad und eine weitere Gruppe an der Arcus-Klinik, denen der Ausschuss zustimmte.

Bei den von Jasmin Schaefer scharf kritisierten Einsparungen handelt es sich darum, dass Kita-Leiterinnen weniger Zeit fürs Management ihrer Einrichtungen zugebilligt wurde und sie entsprechend mehr mit den Kindern arbeiten mussten. Zudem wurden die Auszubildenden im Praktikum voll auf den Personalschlüssel angerechnet. Caritas-Geschäftsführer Frank Johannes Lemke war es, der dann den Antrag auf Rücknahme stellte.

Mit Ausnahme seiner Parteifreunde von der CDU folgte dem das gesamte Gremium. CDU-Stadträtin Anneliese Graf hatte dies damit begründet, die Kürzungen fachlich ebenfalls falsch gefunden zu haben, aber nun den Haushalt in seiner Gänze zu sehen und nicht auf die Schnelle einer solchen Mehrausgabe zustimmen zu können.