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Ausgezeichnete Arbeit: Sebastian Lehmann vom Landesjugendamt (links) überreicht Kathrin Stamer (Mitte) stellvertretend für den Kinderschutzbund das Gütesiegel. Mit dabei sind deren Mitarbeiterin Monika Kefer-Wohlenberg (links daneben), Vereinsvorsitzende Ursula Sickinger (Zweite von links) und Geschäftsführerin Doris Möller- Espe (Dritte von rechts) sowie die Referenten Sabrina Roth, Uwe Herm, Petra Stammberger und Christine Bauer (von links). Foto: von Zepelin
Ausgezeichnete Arbeit: Sebastian Lehmann vom Landesjugendamt (links) überreicht Kathrin Stamer (Mitte) stellvertretend für den Kinderschutzbund das Gütesiegel. Mit dabei sind deren Mitarbeiterin Monika Kefer-Wohlenberg (links daneben), Vereinsvorsitzende Ursula Sickinger (Zweite von links) und Geschäftsführerin Doris Möller- Espe (Dritte von rechts) sowie die Referenten Sabrina Roth, Uwe Herm, Petra Stammberger und Christine Bauer (von links). Foto: von Zepelin
21.09.2017

Kita-Plätze fehlen: Kinderschutzbund bietet eine Alternative

Pforzheim. Die Wartelisten für Kita-Plätze sind lang. Eine wichtige Betreuungsalternative stellt daher die Tagespflege dar. Die Stadt will den Ausbau stärker vorantreiben. Wie berichtet, hatte es erst Anfang der Woche diesbezüglich ein Gespräch im Rathaus gegeben.

Der Deutsche Kinderschutzbund ist der einzige Bildungsträger, der in Pforzheim Tageseltern ausbildet. Dass diese Schulung dabei den bundesweiten Standards entspricht, hat der Verein seit gestern Schwarz auf Weiß. Sebastian Lehmann, zuständiger Referent des Landesjugendamts, überreichte ihm das Gütesiegel für seine Tageseltern-Qualifizierung. 160 Kinder werden derzeit von 65 Tageseltern betreut. Plätze gäbe es für 200. Doch es passt nicht immer. „Wir können eine Eutinger Familie nicht mit einem Platz in Büchenbronn befriedigen“, erklärt Kathrin Stamer, Leiterin des Kindertagespflegebüros.

Doris Möller-Espe, Geschäftsführerin beim Kinderschutzbund, betonte, dass das Angebot keineswegs eine Konkurrenz zur Kita-Betreuung darstelle, sondern „eine gute Alternative“. Und die hat so manche Vorteile: Die Betreuung durch eine Tagesmutter ist deutlich flexibler, sie kann individuell abgestimmt werden. Erst in dieser Woche hat ein Kurs mit 16 Teilnehmern begonnen, die im Februar die Ausbildung beenden. Und die wird es brauchen. Denn die Stadt treibt den Ausbau der Kinderbetreuung voran. Als Baustein für ein Angebot in den Stadtteilen soll „Tapir“ dienen, kurz für „Tagespflege in Pforzheim in anderen geeigneten Räumen“. Im Unterschied zur klassischen Tagespflege findet „Tapir“ in größeren Gruppen mit sieben bis neun Kindern in eigenen Räumen statt.

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