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03.06.2009

Kleiner Ratgeber zur Kommunalwahl am Sonntag

PFORZHEIM. Am Sonntag ist es so weit: Pforzheim wählt den Gemeinderat. Die Stimmzettel sind bereits bei den Bürgern angekommen, und schon könnte munter angekreuzt, kumuliert und panaschiert werden - wenn man denn wüsste, was das alles überhaupt bedeutet.

Mittags, 12 Uhr, in der Pforzheimer Innenstadt. PZ-news ist auf der Suche nach Menschen, denen "Kumulieren" und "Panaschieren" keine Fremdworte sind. Bei den Befragten macht sich zunächst Ratlosigkeitbreit: "Ne, keine Ahnung", sagt jemand, "Sind die hier ansässig?", fragt ein anderer.

Doch dann ein Lichtblick: "Das hat was mit Politik zu tun", sagt eine Pforzheimer Bürgerin. Aber wie funktioniert das eigentlich genau, das Wählen für den Gemeinderat? Und was hat es mit Kumulieren und Panaschieren auf sich? 

Jeder Bürger hat verschiedene Stimmzettel der zur Wahl stehenden Parteien zur Verfügung. Insgesamt darf er 40 Stimmen verteilen, weniger sind auch erlaubt, mehr dürfen es nicht sein.

Jeder Kandidat kann vom Wähler bis zu drei Stimmen erhalten. Wenn für einen Kandidaten mehr als eine Stimme abgegeben wird, wird das "Kumulieren" genannt. 

Des Weiteren darf man Kandidaten von anderen Listen auf die bevorzugte Liste schreiben, um sie zu unterstützen. Dieses Kombinieren von Kandidaten und Listen nennt man "Panaschieren".

Grundsätzlich darf auch der Wahlzettel einer Liste unausgefüllt abgegeben werden. Hierbei erhält dann jeder Kandidat der Liste eine Stimme.

Ganz einfach ist es also nicht, das Wählen des Gemeinderats - aber wer sich für die Zukunft der Goldstadt interessiert, dem dürfte es ein Leichtes sein, die einzelnen Regeln zu verstehen und beim Wählen zu befolgen. Und vielleicht sogar ein bisschen zu kumulieren und zu panaschieren.