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Plädiert für Zusammenarbeit statt Boykott bei sämtlichen Klimaschutzmaßnahmen: Umwelt-Bürgermeisterin Sibylle Schüssler (Zweite von rechts) beim Rundgang mit Interessierten in der Fußgängerzone. Foto: Warzecha
Plädiert für Zusammenarbeit statt Boykott bei sämtlichen Klimaschutzmaßnahmen: Umwelt-Bürgermeisterin Sibylle Schüssler (Zweite von rechts) beim Rundgang mit Interessierten in der Fußgängerzone. Foto: Warzecha
14.07.2019

Klimaschutz soll ankommen: Werben für die Aktionswoche

Pforzheim. Ein deutliches Umdenken, im Gemeinderat und bei allen Beteiligten und Besuchern des Programms zur neunten Klimaschutzwoche hat Bürgermeisterin Sibylle Schüssler bei der Eröffnung in der Fußgängerzone gefordert. Sie zeigte Interessierten in einem Rundgang über den Rathausplatz die teilnehmenden Institutionen und Aussteller wie Greenpeace, die Stadt Pforzheim und Mühlacker, Stadtmobil, Stadtwerke Pforzheim, das Repair-Café im QuarZ Innenstadt sowie die Solidarische Landwirtschaft Pforzheim (SolaWi) und andere.

Am Programm sind auch die umliegenden Kulturinstitutionen wie das Kulturhaus Osterfeld beteiligt, das am selben Abend zur Hauptveranstaltung des Programms „vollehalle-Entertainment für eine bessere Welt – ein neuer Sound für den Umgang mit dem Klimawandel“ einlud.

Genauso humorvoll wie in der beschriebenen Show, möchte auch Matthias Hilligardt vom Amt für Umweltschutz das ernste Thema angehen. So sagte er gegen Ende der Auftaktveranstaltung: „Es gibt eine Zukunft, die muss gestaltet werden und so ausgelassen und guter Stimmung präsentiert werden wie heute. Auf diese Weise kann das Thema ‚Klimaschutz‘ den Menschen auch vermittelt werden. Das ist auch unser Ziel und Motto der Aktion.“ Sibylle Schüssler appellierte daran, das Klima zu schonen und wies darauf hin, dass „die Städte ja schon so viel machen, gerade in Richtung Mobilität“. Sie plädierte für eine Zusammenarbeit aller Akteure, statt einem Boykott wie dem des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) oder dem Verkehrsclub Deutschland (VCD). Wie Wolfgang Haas vom ADFC sagte, hatten diese sich nicht an der Veranstaltung beteiligt, weil sie „keine klaren Ergebnisse und konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz sehen. Wir sehen nicht, dass die Verwaltung ihre Aufgabe erfüllt und diese Kompetenz umsetzt“.

Schüssler selbst möchte dem Gemeinderat im Herbst einen „Aktionsplan Klimaschutz“ vorlegen. In diesem solle stehen, welche Maßnahmen bereits umgesetzt worden sind, gerade umgesetzt werden und was noch gemacht werden soll.

Lutz Ziegler von der Privatinitiative Repair-Café, in dem an bestimmten Tagen Ehrenamtliche Gegenstände reparieren, zeigte sich gegen Ende der Veranstaltung hin mit dem Besucherandrang zufrieden. Er schlug als Beitrag zum Klimaschutz vor, aufzuforsten und den Flächenverbrauch zu reduzieren.

Elvira Striegel von der Initiative „Mühlacker summt“ könnte sich vorstellen, das Aufkommen an Bienen, die erheblich für den Erhalt und die Fortpflanzung der Pflanzenwelt verantwortlich sind, mit Wildwiesen und Wildblüten/-pollen sowie nektarreichen Blüten zu verstärken und so deren Nahrungsangebot zu verbessern.

Hier finden Sie Infos zu einzelnen Veranstaltungen der Pforzheimer Klimaschutzwoche.

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