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Gegner des neuen Mobilfunkstandards 5G protestierten im Ratssaal unter anderem gegen die ihrer Meinung nach gefährliche elektromagnetische Strahlung. Nach Expertenmeinung und Auffassung der Internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung und des Bundesamts für Strahlenschutz ist diese jedoch durch die Einhaltung von Grenzwerten unbedenklich.
Gegner des neuen Mobilfunkstandards 5G protestierten im Ratssaal unter anderem gegen die ihrer Meinung nach gefährliche elektromagnetische Strahlung. Nach Expertenmeinung und Auffassung der Internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung und des Bundesamts für Strahlenschutz ist diese jedoch durch die Einhaltung von Grenzwerten unbedenklich. © Schierling
04.06.2019

Knappe Mehrheit im Gemeinderat: Pforzheim kann "Smart City" werden

Pforzheim. Die Idee klingt verlockend. Pforzheim soll den Sprung in die digitalisierte Zukunft schaffen und mit staatlicher Hilfe zur „Smart City“ werden. Die Idee klingt sogar bestechend, denn die Stadt könnte bei Aufnahme in ein Förderprogramm eine maximale Fördersumme von 17,5 Millionen Euro vom Bund erhalten und müsste nur 10 Prozent davon als Eigenanteil leisten. Am Dienstagnachmittag hat der Gemeinderat beschlossen, den Antrag auf Aufnahme ins Förderprogramm zu unterstützen.

Angesichts der vergleichsweise bescheidenen Eigenmittel und des großen Zuschusses und angesichts der Tatsachen, dass das digitalisierte Rathaus ohnehin kommen muss, sich IT-Firmen für das Projekt „Smart City“ stark gemacht haben und Pforzheim einst die erste Stadt in Deutschland war, in der es in der Innenstadt ein flächendeckendes freies WLAN gab, ist das Abstimmungsergebnis erstaunlich knapp ausgefallen. Bündnis-Grüne, Freie Wähler, AfD, Unabhängige Bürger, und einige Gemeinderäte von WiP und SPD stimmten dagegen. Am Ende gab es 16 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen und 18 Ja-Stimmen.

Wichtiger Schritt hin zu einer „Smart City“

Für den Antrag auf die Bundesfördergelder heißt das nun: Ein wichtiger Schritt hin zu einer „Smart City“ ist getan. Die Kommunalpolitik steht mit einer, wenn auch kleinen Mehrheit, hinter dem Projekt.

Große Freude darüber war auf den Besucherrängen im Ratssaal nicht zu spüren. Gegner des neuen Mobilfunkstandards 5G im Ratssaal protestierten unter anderem gegen die ihrer Meinung nach gefährliche elektromagnetische Strahlung. Nach Expertenmeinung und Auffassung der Internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung und des Bundesamts für Strahlenschutz ist diese jedoch durch die Einhaltung von Grenzwerten unbedenklich. 5G aber würde den mobilen Datenfluss in einer zukünftigen „Smart City“ erleichtern.

Mehr Details und die Reaktionen von Stadträten lesen Sie am Mittwoch, 5. Juni 2019, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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