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Die Stadtwerke sind Gastgeber für die Betriebsräte kommunaler Energieversorger aus ganz Deutschland (mittlere Reihe, Fünfter von rechts: SWP-Chef Roger Heidt; untere Reihe, Dritter von rechts: Betriebsrats-Chef Henry Wiedemann).  Foto: Ketterl
Die Stadtwerke sind Gastgeber für die Betriebsräte kommunaler Energieversorger aus ganz Deutschland (mittlere Reihe, Fünfter von rechts: SWP-Chef Roger Heidt; untere Reihe, Dritter von rechts: Betriebsrats-Chef Henry Wiedemann). Foto: Ketterl
27.09.2017

Kommunale Energieversorger kritisieren Bundespolitik

Pforzheim. Wenn’s um die Firma, um Kundenservice und berufliche Existenzsicherung geht, kennt SPD-Stadtrat Henry Wiedemann keine Parteien-Präferenz. Im Gegenteil: Was die Energiepolitik angeht, bekommen sie alle ihr Fett ab – von ihm, dem Betriebsrats-Chef der Stadtwerke, im Schulterschluss mit SWP-Geschäftsführer Thomas Engelhard. Und für eineinhalb Tage auch von den Betriebsrats- und Gewerkschaftskollegen aus dem ganzen Bundesgebiet – die rund 20-köpfige Bundesfachgruppe Energie für kommunale Energieversorgung tagt auf Einladung der Stadtwerke in Pforzheim, bereits zum zweiten Mal.

Die Männer aus der Praxis ledern beim internen Meeting wie im Exklusiv-Gespräch mit der PZ ab über den „volkswirtschaftlichen und ökologischen Wahnsinn“ namens Energiepolitik, nennen die Energiewende eine „ideologische Diskussion, abgehoben von der Realität“ (Engelhard) und „Volksverdummung“ (Wiedemann). Die politisch motivierte und vom Gesetzgeber verordnete Politik sei überhastet durchgeboxt worden, ohne nachzudenken, wie man die daraus resultierenden Maßnahmen sinnvoll gestalten könne. Von einer „vordergründigen Plausibilität“ der politischen Weichenstellung spricht der SWP-Geschäftsführer, der sich landauf, landab mit Kollegen der kommunalen Energie- und Teilnetzversorger einig ist: Wenn es mit der Verteufelung konventioneller Energieversorgung so weiter gehe, fahre der Karren gegen die Wand. Der Verbraucher zahle im Endeffekt die Zeche, von Kostensenkung für ihn keine Spur – eher von Kostenexplosion zuungunsten sozial Schwacher. Es drohten Service-Einschränkungen und Entlassungen. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.