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Das ewige Projekt als Doku-Film: Am 17. November zeigt das Kommunale Kino die S21-Doku "Alarm am Hauptbahnhof".
Das ewige Projekt als Doku-Film: Am 17. November zeigt das Kommunale Kino die S21-Doku "Alarm am Hauptbahnhof". © dpa
09.11.2011

Kommunales Kino zeigt "Stuttgart 21"-Dokumentation

Stuttgart/Pforzheim. Szenen vom Abriss des Nordflügels bis zur Landtagswahl: Kurz vor der Volksabstimmung am 27. November kommt ein Dokumentarfilm über das umstrittene Milliardenprojekt Stuttgart 21 in die Kinos im Südwesten. Am 17. November läuft "Alarm am Hauptbahnhof" im Kommunalen Kino in Pforzheim.

Bei der Vorführung sollen auch die beiden Regisseurinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier anwesend sein. Nach dem Film können Besucher gemeinsam über das Projekt diskutieren.

Die beiden Regisseurinnen begleiteten für den Streifen den Streit um den geplanten Bau des Tiefbahnhofs und nahmen vor allem die Kommunikation der Bürger miteinander filmisch unter die Lupe. Dabei arbeiten sie mit «der Poesie und Komik des Zufalls», wie sie sagen. «Der Film zeigt, wie grotesk und wild da teilweise diskutiert wird», sagt Heiko Volz von der Indi Film, die den Film zusammen mit dem SWR produziert hat.

Wie lange der Film in den Kinos zu sehen sein wird, ist noch unklar: Denn obwohl der Film bereits im Nachtprogramm der ARD gezeigt wurde, hätten ihn nur wenige gesehen. «Es war gar nicht beabsichtigt, ihn in die Kinos zu bringen. Aber der wegen des Todes von Loriot verschobene TV-Sendetermin war eben unglücklich.» Zudem gebe es bereits Anfragen von Kinos bundesweit, die den Film zeigen wollten. «Wir hoffen, dass er lange läuft. Das Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen», sagt Volz.