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Sozialbürgermeisterin Monika Müller geht vermutlich nach Wolfsburg.
Sozialbürgermeisterin Monika Müller geht vermutlich nach Wolfsburg.
Geschäftsführer Hartmut Wagner verteidigt die Arbeit des SJR. Foto: Meyer
Geschäftsführer Hartmut Wagner verteidigt die Arbeit des SJR. Foto: Meyer
12.10.2017

Kommunikation zwischen Stadt und Stadtjugendring kriselt

Pforzheim. Dass es immer wieder etwas hakt im Getriebe der SJR Betriebs GmbH ist nicht neu. Doch nun knirscht es zwischen der Stadtverwaltung, beteiligt mit 26 Prozent, und dem Stadtjugendring unüberhörbar: die unabgesprochene Übernahme der Hortbetreuung in Ispringen, ein OB, der die als Jugendraum vorgesehene Hausmeisterwohnung in Eutingen zur Großtagespflegeeinrichtung erklärt, und die mit der Stadt vereinbarten Leistungen hat der SJR nicht gänzlich erfüllt. Bald soll der Gemeinderat über die Leistungsvereinbarung fürs kommende Jahr entscheiden. Zeit nachzuhaken.

„Es wird bei der Leistungsvereinbarung für 2018 Änderungen geben müssen“, stellt Sozialbürgermeisterin Monika Müller klar: Jugendarbeit in weiteren Stadtteilen, getrennte Angebote für Kinder und Jugendliche, Etablierung eines Angebots in der Nordstadt, mehr politische Bildungsarbeit. Doch wie sollte das ohne Erhöhung der Mittel möglich sein? Es müsste durch die Verringerung der Öffnungszeiten an bestehenden Treffs umverteilt werden, findet Müller

Wagner wünscht sich indes mehr Flexibilität, um auf den aktuellen Bedarf reagieren zu können: „Heute müssen wir Öffnungszeiten gewährleisten – ob es sinnvoll ist oder nicht. Früher haben wir einfach umgestellt.“ Zudem fehle ein zweiter Treff in der Oststadt, dabei sei es wichtig dort, auf dem Sonnenhof und im Arlinger mindestens viermal die Woche zu öffnen. Dafür müssten andere Stellen zurückstecken, denn: „Ich rechne nicht damit, dass uns die Stadt mehr Geld gibt.“ Sie hoffe, dass der Gemeinderat ein Einsehen hat, zeigt sich Müller zuversichtlicher. Schließlich bekomme die Stadt pro Einwohner Mittel vom Land – auch für Jugendliche. Und deren Zahl sei in den vergangenen vier bis fünf Jahren um rund 1000 gestiegen. „Ich fänd es schwierig, zu sagen, die bekommen nichts ab von diesem Geld.“

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