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Noch ist ein Fragezeichen hinter dem Gebäude Bahnhofstraße 22: Taugt das ehemalige Revier Nord zumindest als Interimslösung? Foto: Meyer
Noch ist ein Fragezeichen hinter dem Gebäude Bahnhofstraße 22: Taugt das ehemalige Revier Nord zumindest als Interimslösung? Foto: Meyer
12.07.2017

Kompromiss oder Kuhhandel? - Polizeigewerkschaft kritisiert „Flickschusterei“ bei Polizeireform

Pforzheim. Ralf Kusterer ist ein Freund bildhafter Vergleiche: Von einem „Versuch, die politischen Gräben zu minimieren“ und von „brüchigen Holzplanken“ spricht der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) – der mitgliederstärksten in Baden-Württemberg – mit Blick auf die Entscheidung der Politik zur Reform der Polizeireform. Natürlich freut es den Pforzheimer, dass unter anderem sein Einsatz für ein Präsidium Nordschwarzwald mit Hauptsitz in seiner Heimatstadt belohnt wurde.

Aber eben nur zum Teil – wie es bei einem Kompromiss eben so ist. Der ist nach Kusterers Worten eher ein „Kuhhandel“ zwischen Grün und Schwarz in Stuttgart – ohne Rücksichtnahme auf das von einer Evaluierungskommission vorgeschlagene Modell, das 14 Polizeipräsidien vorsieht. Und nicht 13 plus eins. Um im von Kusterer gewählten Bild zu bleiben: „Die Holzplanken, die Ministerpräsident Kretschmann über die Gräben gelegt hat, sind brüchig – so brüchig, dass sie keinen Sturm aushalten und ständig mit kleineren Planken ausgebessert werden müssen.“

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