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Polizeikontrolle im Schloßkirchenpark: Laut Polizeisprecher wurde bei dieser Gruppe von Jugendlichen nichts gefunden, was schwer wiegende Maßnahmen erfordert hätte.
Polizeikontrolle im Schloßkirchenpark: Laut Polizeisprecher wurde bei dieser Gruppe von Jugendlichen nichts gefunden, was schwer wiegende Maßnahmen erfordert hätte. © Frei
Belagern den Schloßkirchenpark: Bier trinkende Gruppen verteilen sich überall auf dem Gelände.
Belagern den Schloßkirchenpark: Bier trinkende Gruppen verteilen sich überall auf dem Gelände. © Frei
Frei herumlaufende Hunde im Schloßkirchenpark, wie am Donnerstagabend gesehen, sind für viele Passanten ein Ärgernis.
Frei herumlaufende Hunde im Schloßkirchenpark, wie am Donnerstagabend gesehen, sind für viele Passanten ein Ärgernis. © Frei
04.05.2017

Kontrolle im Schloßkirchenpark: Polizei überprüft Gruppe von Jugendlichen

Pforzheim. Für Aufsehen gesorgt hat am Mittwochabend ein Einsatz der Polizei im Pforzheimer Schloßkirchenpark. Mehrere Beamte sowie eine Polizistin mit Spürhund kontrollierten dort eine Gruppe Jugendlicher. Hintergrund war laut Polizeipräsidium Karlsruhe ein Hinweis aus der Bürgerschaft. Die Kontrolle habe jedoch ohne Ergebnis geendet, wie das Präsidium auf PZ-Nachfrage erklärte.

Das Besondere an der Polizeiaktion: Die Kontrollierten waren alle noch recht jung. Das Problem: Wenn in solchen Gruppen Alkohol getrunken wird, was die Jugendlichen in dem Alter eigentlich noch nicht dürfen, dann können daraus große soziale Schwierigkeiten entstehen, die nicht nur den jungen Menschen zum Opfer machen. Es gibt allerdings mehrere unterschiedliche Gruppen im Schloßkirchenpark, was den Überblick der Ordnungshüter auf das Geschehen nicht einfacher macht. Gewalttätigkeiten unter Einzelnen können immer einmal da vorkommen, wo man sich öffentlich trifft und Alkohol trinkt, Gewalt unter Gruppen aber wäre ein besonders schwer wiegendes Sicherheitsproblem.

„Das Sicherheitsgefühl der Menschen, die durch den Park gehen, ist beeinträchtigt“, hatte Kriminalhauptkommissar Klaus Vetter vom Haus des Jugendrechts hatte im Dezember vergangenen Jahres anlässlich eines „runden Tisches“ mit Vertretern verschiedener Institutionen erklärt. Er sprach von einer möglichen „Gefährdung in den Abendstunden“, wenn Betrunkene im Dunkel herumstünden. Gastronomen berichteten damals von einer fast schon offenen Drogenszene und regelmäßigen Einsätzen von medizinischen Rettungskräften. Aus Sicht der Polizei konnte Vetter dies jedoch nicht bestätigen: „Eine offene Szene haben wir in Pforzheim nirgends.“

Im vergangenen Sommer und Herbst verstörten verschiedene Cliquen die Spaziergänger und die Gäste der angrenzenden Restaurants im Schloßkirchenpark. Passanten, die, von der östlichen Bahnhofsunterführung kommend, durch den Schloßkirchenpark in die Innenstadt wollen oder wieder zurück in die Nordstadt hatten von einem „Unwohlsein“ gesprochen. Insbesondere dann, wenn in lauen Sommernächten Bier trinkende junge Leute auf der Mauer oberhalb des Außenbereichs eines Biergartens die Gäste vergraulen. Es gebe immer wieder Pöbeleien, wurde berichtet. Des Öfteren, so wurde beim „runden Tisch“ damals berichtet, komme der Krankenwagen und versorge minderjährige Schnapsleichen.

Wolfgang Raff, Leiter der städtischen Ortspolizeibehörde, wollte damals die Szene im Schlosskirchenpark keineswegs mit der des Benckiserparks vergleichen. Noch scheint es da Unterschiede zu geben.

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