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Entrümpelung eines vermüllten Verschlags in der Obdachlosensiedlung Unteres 

Enztal: Thomas Lottner und David Färber (rechts) vom Wichernhaus packen zu. Der 

Besitzer der Sachen ist in ein anderes Gebäude gezogen.
Entrümpelung eines vermüllten Verschlags in der Obdachlosensiedlung Unteres Enztal: Thomas Lottner und David Färber (rechts) vom Wichernhaus packen zu. Der Besitzer der Sachen ist in ein anderes Gebäude gezogen. © Ketterl
14.06.2011

Konzept für Obdachlosenhilfe in Pforzheim fehlt

Über 260 Menschen sind wegen drohender Obdachlosigkeit im Stadtgebiet untergebracht. Rund eine Million Euro kostet die Stadt die Unterstützung für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten samt der Wohnungslosenhilfe im Jahr, schätzt Sozialamtsleiter Rüdiger Staib.

Das sind zum einen Kosten, für die das städtische Ordnungsamt einspringen muss etwa für die Anmietung der Siedlung im Unteren Enztal (rund 230 000 Euro im Jahr). Zum anderen ist darin die Betreuung von Obdachlosen enthalten etwa durch Sozialarbeiter des Wichernhauses. Kosten und Zuständigkeit sind momentan auf zwei städtische Ämter verteilt. Es gibt bis heute weder einen Runden Tisch noch eine Bedarfsanalyse in Sachen Wohnungslosenhilfe.

Die Stadt Darmstadt mit rund 20 000 Einwohnern mehr als Pforzheim gibt 1,5 Millionen Euro im Jahr für die Obdachlosenhilfe aus und hat rund 120 belegte Plätze in verschiedenen Unterkünften, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientieren. Beide Städte haben eine ähnliche hohe Zahl an Langzeitarbeitslosen.

Eine Fachstelle Wohnraumversorgung soll in Pforzheim ab 2012 im Sozialamt zentral für Einweisung und für die finanziellen Hilfen wie Hartz IV und Grundsicherung verantwortlich sein. Bislang weist das Ordnungsamt Obdachlose in Notunterkünfte ein. Mof