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12.11.2017

Kräheneck-Hexen läuten mit Erweckung die fünfte Jahreszeit ein

Hexenmeister Thomas Häffelin zeigte sich erfreut, dass trotz einsetzendem Regen und Wind, neben befreundeten Narrenzünften sich auch zahlreiches „Narrenvolk“ auf dem Dillweißensteiner Ludwigsplatz, dem „Nabel der Welt“, einfand, um der Erweckung der Kräheneck-Hexe beizuwohnen.

Damit der Hex, die sich seit Aschermittwoch zurückgezogen hatte, bewusst wurde, dass „d´ Fasneth fangt oh“, haben die Hexenmusiker mit schmissigen Melodien die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Häffelin bekräftigte, dass die Hexenmusiker alles „Musiker-Laien“ sind, denn das Musizieren haben sich die Hexenmusiker seit 1995, der Gründung der Kräheneck-Hexen, selbst beigebracht. Auch wenn ein Ton mal daneben geht, im Vordergrund steht der Spaß, ergänzte der Hexenmeister, der selbst den Takt an der Bauchtrommel angibt. Dass Freud und Leid auch in der Faschingszeit eng verknüpft sind, mussten die Hexen-Mitglieder in bedauernswerter Weise zwei Tage vor Eröffnung der Kampagne erfahren.

Trauer um Häswartin

Bildergalerie: Kräheneck-Hexen läuten mit Erweckung die fünfte Jahreszeit ein

Denn ihre ehemalige Häswartin wurde aus dem Leben gerissen. „Es fällt daher schon ein wenig schwer, Frohsinn zu verbreiten, sagte Häffelin. Da jetzt „Fasneth fängt oh“, beginnt die Zeit, wo man aus sich heraus geht und Belastendes hinten anstellt, um Spaß zu haben und so zu sein, wie man das ganze Jahr nicht ist. Ein Wermutstropfen war allerdings, dass die Schicht „zugeschlagen“ hat und den Hexen zahlreiche Ausfälle bescherte. „Die Schicht stellt viele Vereine vor Probleme, aber damit muss man leben“, resümierte der Hexenmeister.

Schwarze Magie und Hexen stehen in engem Zusammenhang, deshalb wurde mit einem beeindruckenden Hexentanz die junge Kräheneck-Hexe von ihren Ketten befreit und erweckt. Mit einer atemberaubenden Feuershow entführte passend hierzu Feuer-Frau Veronika das Narrenvolk in die mysteriöse Welt des Feuers. Auch wenn der Wind die Feuershow etwas beeinträchtigte, die Gästeschar zollte begeisternden Applaus, der mit einer dreifachen „Hex Hex“ gekrönt wurde. Seit Jahren dient die Hexerweckung auch der Aufnahme von neuen Hexen. Dem Verein gehören über 120 Mitglieder an, von denen 50 im Kostüm stecken. Kostüm und Häs muss man sich aber in einjähriger Probezeit verdienen. Während das Häs von den Mitgliedern selbst angefertigt wird, stammen die Unikate der geschnitzten Holzmasken aus Elzach im Schwarzwald. In diesem Jahr wurden gleich sieben neue Mitglieder aufgenommen, von denen Gabriel Maucher und David Fitzer die 400 Euro teuere Holzmaske bekamen.