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Kranke Kaninchen sind keine Ausnahme: Viele ausgesetzte Tiere

Pforzheim. Ferienzeit ist Urlaubszeit – doch wohin mit den Vierbeinern, wenn sie mit den Reiseplänen nicht unter einen Hut zu bringen sind? Jedes Jahr im Sommer entscheiden sich Menschen, ihre Tiere sich selbst zu überlassen, anstatt sie in die Obhut von Pflegestellen oder Nachbarn zu geben.

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Ausgesetzte Kaninchen in schlechtem Zustand

Das gilt nicht nur für die zehn Kaninchen, die in der vergangenen Woche in jämmerlichem Zustand im Pforzheimer Tierheim abgegeben wurden. Spaziergänger hatten die zehn Tiere, die mittlerweile außer Lebensgefahr sind, in Pappkartons am Wegesrand gefunden. Mindestens zehn weitere Artgenossen seien in den vergangenen Wochen allein oder als Pärchen ausgesetzt worden, sagt Jasmin Luff, Tierpflegerin im Kleintierbereich. Rund 50 Langohren warten auf dem Gelände Hinter der Warte auf ein neues Zuhause. „In diesem Jahr sind es zur Ferienzeit vermehrt Kaninchen, die als Fundtiere zu uns kommen“, sagt sie.

Auch ihre Kollegin aus dem Hundebereich des Tierheims, Kirsten Hildebrand, kann von einer steigenden Zahl ausgesetzter Tiere im Vergleich zum Vorjahr berichten. „Die Ferienzeit merkt man in diesem Jahr besonders“, sagt sie. Acht Hunde seien gefunden, abgegeben und bislang nicht wieder abgeholt worden. Die meisten seien an Straßen im Enzkreis angebunden worden, eine Schäferhündin wurde vor dem Emma-Jaeger-Bad zurückgelassen. „Tiere werden immer mehr zu Wegwerf-Artikeln“, sagt Hildebrand. „Oft werden Tiere von ihren eigenen Besitzern abgegeben, die behaupten, sie gefunden zu haben.“