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Jugendgemeinderat

„Jeder von uns hat den unbedingten Willen, etwas für seine Heimat zu bewegen“: der JU-Kreisvorsitzende Philipp Dörflinger (rechts) und Pressesprecher Christian Kieß mit den „Rasslern“ im Rücken und neuen Projekten vor der Brust.
„Jeder von uns hat den unbedingten Willen, etwas für seine Heimat zu bewegen“: der JU-Kreisvorsitzende Philipp Dörflinger (rechts) und Pressesprecher Christian Kieß mit den „Rasslern“ im Rücken und neuen Projekten vor der Brust.
27.04.2016

Kreativ und nah am Bürger: Junge Union gibt sich kämpferisch

Pforzheim. Dem Paukenschlag Anfang des Jahres im Kreisverband der Jungen Union (JU) folgte im März das landespolitische Donnerwetter für die Union: Im Pforzheim wie im Enzkreis hat die CDU ihre Landtagsmandate verloren. Der neue Kreisvorsitzende Philipp Dörflinger (19), der sich im Januar gegen Amtsvorgänger Patrick Frühwirt durchsetzte, gibt sich wie der Pressesprecher und Vorsitzende des JU-Verbands Schwarzwaldpforte, Christian Kieß (19), kämpferisch.

Die Union will vor Ort wie in Stuttgart die Trendwende einläuten – mit neuen Ideen und einer Politik, die nicht nur Ergebnisse zeitigen, sondern auch Spaß machen soll.

Schmerzhaft sei die Niederlage im März gegeben. Weil die Region mit Marianne Engeser und Viktoria Schmid zwei „tolle Parlamentarierinnen“ verloren habe, wie Dörflinger betont. Aber auch, „weil wir die Wählerschaft nicht von unseren Ideen begeistern konnten“. Das einzig Erfreuliche sei die hohe Wahlbeteiligung – insbesondere bei jungen Menschen – gewesen. Das mache Mut.

Dörflinger und Kieß üben Selbstkritik. Die Union sei „in vielen Bereichen viel zu weit weg vom Bürger“. Deshalb gelte es nun, kritisch zu reflektieren, an den richtigen Stellschrauben zu drehen und geschlossen zu stehen. Auf Landesebene müsse die CDU als Juniorpartner in einer zu erwartenden grün-schwarzen Koalition durch eigene Handschrift und konkrete Maßnahmen überzeugen. Auch in der Region stehe die JU an einem „Scheideweg“. Man könne sich „in einer spannenden Zeit“ profilieren. Innenstadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Nahverkehr oder Haushaltsloch: In Pforzheim sei viel in Bewegung. Auch im Enzkreis – etwa in Mühlacker oder in Remchingen – stünden große politische Entscheidungen an. „Wir als Junge Union wollen im Kreis wie in der Stadt die Stimme der Jugend sein, damit unsere Generationen Gehör finden“, sagt Dörflinger. Nach der internen „turbulenten Richtungsänderung“ sei man auf gutem Weg, die JU zu einen, so Kieß, die Ortsvereine seien zusammengewachsen. „Seit Jahren gibt es wieder eine Lockerheit in der Truppe“, bekräftigt Dörflinger.

Der neue Vorstand habe binnen weniger Wochen zwei der drei im Januar genannten Wahlziele erreicht. Die Zusammenarbeit mit der Schüler-Union sei verbessert, der Pforzheimer Verband des Rings christdemokratischer Studenten (RCDS) reaktiviert worden. Nun will der CDU-Nachwuchs im Juni bei Pforzheims Jugendgemeinderat, für die er 15 Kandidaten ins Rennen schickt, eine gewichtige Rolle erlangen.

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