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Einen modischer Brückenschlag zwischen verschiedenen Kulturen ist die Kollektion „Talk to Strangers“ von Cina Dilber. Foto: Ketterl
07.02.2018

Kreativität in Theorie und Praxis: Studierende der Fakultät für Gestaltung stellen Arbeiten aus

Pforzheim. Mode als Brückenbauer zwischen Kulturen, Traditionen und Gebräuchen; Formen und Schnitte, die Gemeinsames im Fremden betonen: Das will Cina Dilber, Studentin an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim mit türkischen Wurzeln in ihrer Mode-Abschlussarbeit „Talk to Strangers“.

Bildergalerie: Werkschau von Studierenden der Fakultät für Gestaltung

Die Models, die sie eingekleidet hat – mit handwerklicher Unterstützung der Türkin Mihdiye aus dem „Näh-Café“ im Familienzentrum Au –, demonstrieren: Es gibt kulturenüberschreitende Gemeinsamkeiten, die Raum lassen für Andersartigkeiten. Und das, so die Studentin, soll sich auf menschliches Zusammenleben übertragen. Eher theoretischer Natur ist die Masterarbeit von Charlotte Borghoff im Studiengang Creative Direction, ebenfalls zu sehen anhand einer Schautafel bei der morgen beginnenden Werkschau der Gestalter: Sie untersuchte mit Kommilitonen die Auswirkungen der Digitalisierung auf eine komplette Branche, in diesem Fall die Mode. Borghoff sieht die Unausweichlichkeit, das ganze System zu überdenken – von den Materialien, dem Design, der Produktion, dem Marketing, Handel und der Wiederverwertung.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit prägt viele Semester- und Abschlussarbeiten, beispielsweise die von Gabriel Salewski: Sein Porsche der Zukunft – der Student wagt einen Blick ins Jahr 2040 – ist eine Rückkehr zu den Grundtugenden und Rennsiege trotz geringerer Leistung als beispielsweise die der roten Konkurrenz aus Maranello. Weniger Gewicht – downsizing in einer Zeit, in der die legendären 911er immer breiter, länger und schwerer werden. Salewski integriert die (heute schon vorhandene) Allradlenkung ins Fahrwerk – ein Wiesel im urbanen Raum platzsparend und wendig, dazu umweltschonend, weil die Außenhaut Solarstrom erzeugt.

Prodekan Professor Matthias Kohlmann sieht in der Relation zwischen der Zahl der Bewerbungen und der der tatsächlich akzeptierten Studienanfänger ein Zeichen dafür, dass bei aller Konkurrenz die Fakultät für Gestaltung begehrt und fit für die Zukunft ist.

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